Der Donald kann eigentlich nichts dafür

In diesen Tagen wundert man sich in den USA, was eigentlich aus der republikanischen Partei geworden ist. Da kandidieren alles namhafte Politiker, doch in den Umfragen und bei den Wählern fallen sie durch. Auf den vordersten Rängen in der Wählergunst liegen Donald Trump, Ben Carson und Carly Fiorina. Drei Außenseiter, die alle anderen hinter sich lassen. Insgesamt bekommt das Trio rund 50 Prozent der Stimmen.

Er ist nicht schuld am Untergang der Republikaner. Foto: AFP.

Er ist nicht schuld am Untergang der Republikaner. Foto: AFP.

Das ist das eine. Das andere ist, was nun eine weitere Umfrage herausgefunden hat, auch wenn Donald Trump aus dem Rennen ausscheiden würde, die „richtigen“ Politiker würden dann nicht besser abschneiden. Senator Ted Cruz, der Trump sehr nahe steht, könnte aus einem Abgang von Trump nicht profitieren, er würde gerade mal zwei Prozent zulegen. Ganz oben stände dann der Neurochirurg Ben Carson gefolgt von Carly Fiorina.

Die Republikaner sind derzeit ein Tollhaus. Das wird in den neuesten Umfragen ganz klar. Und es liegt eben nicht nur an Donald Trump, sondern an der Partei selbst, die zwar gut blockieren, aber nicht regieren kann. Von Mehrheiten ist die einstige Reagan Partei Welten entfernt. Klar, der Wahlkampf ist noch lang, viel Wasser fließt da noch den Mississippi runter, doch es muß ein Wunder geschehen, dass die Republikaner geeint aus dieser massiven Krise herauskommen.

Bei den Demokraten sieht es nicht viel anders aus. Hillary Clinton fällt und fällt in den Umfragen. Gefragt, wen die Wähler bevorzugen, Hillary Clinton oder Joe Biden, dann entscheiden sich mehr für den Vize-Präsidenten. Problem dabei ist, dass er gar nicht kandidiert, auch wenn im Hintergrund gemunkelt wird, dass Biden doch noch ins Rennen einsteigen könnte.

Hier und da, die politische Landschaft in den USA ist fragmentiert. Von einer geeinten Partei ist nirgendwo die Rede, doch das spiegelt wohl nur das Land selbst wider. Es fehlt einfach jemand, der nicht nur die eigenen Reihen begeistern kann, sondern auch jemand, der die andere Seite mit seinen Vorschlägen und seiner Kompromissbereitschaft erreichen und überzeugen kann. Am Ende wird eine Wahl stehen, die nichts leichter, doch vieles verschlimmern wird.

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