Einwegmüll gegen die Wasserknappheit

Fort Bragg liegt in Mendocino County, im Norden Kaliforniens. Die einstige Holzfällerstadt lebt heute vor allem vom Tourismus. Doch die Gäste aus nah und fern werden sich umgehend an einen neuen Eindruck in Fort Bragg gewöhnen müssen. Der Stadtrat der 7300 Seelengemeinde hat in der vergangenen Woche beschlossen, dass jeder Privathaushalt, jedes Geschäft, jedes Unternehmen und jede Kneipe und jedes Restaurant 30 Prozent ihres Wasserhaushalts zum Vorjahr einsparen müssen.

Der Noyo River, die Hauptquelle für Trink- und Nutzwasser in der Stadt, ist auf dem niedrigsten Stand überhaupt. So niedrig, dass sogar Meerwasser das Flußbett hinaufströmt. Die Lage in Fort Bragg ist dramatisch. Ab sofort dürfen keine Grünflächen mehr bewässert, keine Autos mehr gewaschen werden. Für Restaurants wurde beschlossen, dass sie zum einen nur noch Plastikbesteck, Teller und Becher an Kunden ausgeben müssen, um so Spülwasser zu sparen. Nach dem Motto, was in die Tonne kommt, muß nicht erst groß abgespült werden. Zum anderen sollen die Gaststätten Wasser einsparen, in dem sie Tischdecken und Servietten nicht mehr so oft waschen.

Natürlich ist der Aufschrei groß. Einige Restaurantbesitzer, vor allem die etwas feineren Adressen am Ort, laufen Sturm. Kein Kunde werde für ein teures Steak zahlen wollen, wenn er es mit Plastikbesteck schneiden müsse. Sowieso sei das unmöglich, erklärte ein Restaurantbesitzer. Die Kneipiers und Gaststättenbesitzer fordern andere Maßnahmen zum Wassersparen.

Die Stadt will sich von den Protesten aber nicht abbringen lassen, es müsse massiv Wasser eingespart werden, um die Grundversorgung in Fort Bragg überhaupt noch garantieren zu können.

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