War da was am Samstagabend?

Die Republikaner haben gewonnen. Zweifellos sind ihre Debatten unterhaltsamer als das Aufeinandertreffen von Hillary, Bernie und Martin. Politik ist Entertainment geworden. Das merken die Demokraten derzeit deutlich. Ihre Fernsehdebatten gehen im Abendprogramm zwischen Kochshows, Reality Hochzeitssendungen und anderen Programmen aus dem „wirklichen Leben“ unter. Der Obama-Partei fehlt einfach ein Pausenclown wie Donald Trump, der, so bald das Rampenlicht an geht, los posaunt, was ihm gerade durch den Kopf geht.

Eigentlich mögen sie sich ja: Hillary Clinton und Bernie Sanders. Foto: Reuters.

Eigentlich mögen sie sich ja: Hillary Clinton und Bernie Sanders. Foto: Reuters.

Am heutigen Abend trifft das demokratische Trio live auf ABC wieder aufeinander. Zuschauer wird es nicht viele geben. Irgendwie weiß ja eh jeder, wer am Ende die Kandidatin werden wird. Hillary Clinton liegt mit satten 59 Prozent vor Bernie Sanders mit 28 Prozent. Der frühere Gouverneur von Maryland, Martin O’Malley, hat nun schon fünf Prozent (!), zwei mehr als noch im Oktober. Zwei Gründe  mehr um im Rennen zu bleiben. Irgendwie müssen die Demokraten ja den Eindruck verkaufen, dass die Kandidatenauswahl demokratisch ist.

Hillary Clinton ist durch. Bernie Sanders stichelt noch ein bisschen. Für mich wäre er der richtige Kandidat, aber er ist chancenlos gegen die „Grand Lady“ im Rennen. Was für Bernie Sanders spricht ist, dass er weiter macht und seine Themen, seine Anliegen, seine Prioritäten offen anspricht. Damit wird auch Hillary Clinton unter Druck gesetzt, die am Ende ja die gesamte Partei vertreten soll. Sie wird nach der Kür versuchen, die fast 30 Prozent, die für Sanders stimmten, zu gewinnen. Das geht nur mit einem Schritt zur linken Seite der Partei. Der wird, der muß kommen. Bis dahin treffen sich die Demokraten noch ein paarmal vor den Fernsehkameras. Mal sehen, ob ich mir heute Abend die Debatte antun werde. Motivierend ist der demokratische Plauderclub eigentlich nicht…aber, das ist wohl mein Job dabei zu sein.

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