Kalifornien im Regen

Ein fließender Bach hat schon was.

Ein fließender Bach hat schon was.

Die Natur ist grün. Endlich wieder. Nach jahrelanger Trockenheit rollt seit Wochen ein Sturm nach dem anderen über Nordkalifornien und bringt Regen und Schnee mit sich. Der Pegel in den Seen, Flüssen und Reservoirs steigt ganz langsam an. Doch noch lange nicht haben wir hier in Kalifornien die Wasserkrise hinter uns gelassen. Der Grundwasserspiegel in einigen Bereichen Kaliforniens, gerade im Central Valley, wird wohl nie wieder auf das alte Niveau steigen.

Für jemanden wie mich, der tagtäglich mit dem Hund durch die Wälder läuft, scheint es, als ob die Natur auf- und ganz kräftig durchatmet. Alles ist grün und sogar längst vertrocknete Bäche führen wieder Wasser. Ein seltener Klang von fliessendem Nass zwischen all den Redwoods im East-Bay Regional Park. Mein Hund ist begeistert, zwischen all dem Rennen bergauf-bergab gibt es erfrischende Wasserpausen.

Der nächste Sturm zieht bereits vom Pazifik heran. Für heute Nacht ist mehr Regen gemeldet, in der Sierra erwartet man sogar bis zu 20 cm Schnee. Gerade darauf hat man im ausgedörrten Kalifornien so sehnlichst gewartet, denn die Schneedecke bringt den Bundesstaat über den heißen Sommer. Metereologen warnen allerdings schon für die Zeit nach El Niño, der derzeit Kapriolen dreht. Der Sommer soll heiß und trocken werden. Was jetzt an Niederschlag kommt, könnte schon sehr bald  wieder verdampft sein.

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