Trump wird es nicht

Donald Trump hier, Donald Trump da. In den Umfragen liegt er weit vor seinen Mitkonkurrenten. Der Spiegel hat dem Donald sogar eine Titelstory gewidmet. Alle reden schon von einem Präsidenten Trump. Doch daraus wird nichts. Und das aus einem ganz einfachen Grund. Donald Trumps Unterstützer sind keine Wähler, darauf läuft es jedoch am Ende hinaus.

Alles nur aus Liebe zu den USA. Foto: Reuters.

Alles nur aus Liebe zu den USA. Foto: Reuters.

Die Umfragen laufen immer gleich ab. Als Republikaner registrierte Wähler werden telefonisch gefragt, für wen sie denn stimmen würden, wenn am kommenden Dienstag Wahltag wäre. Die meisten der 500 Ausgesuchten gaben dann immer Trump an. Danach jubeln die einen, weinen die anderen, und wieder andere erklären, das kann doch alles gar nicht stimmen. Was bei diesen Umfragen meist hinten runter fällt ist die Tatsache, dass jemand am Telefon viel erzählen kann, wenn der Abend lang ist. In Wählerstimmen muß sich das nicht unbedingt ausdrücken. Und da hat Donald Trump ein riesiges Problem, wie nun genauere Untersuchungen seiner Unterstützer zeigen.

Trumps „Supporter“ bestechen vor allem dadurch, dass sie nicht wählen gehen. Ein Großteil von ihnen hat nicht an den letzten vier Wahlen teilgenommen. Die Hauptaufgabe des Donald wird also nun sein, die lautstarke Gruppe in seinen Veranstaltungen, die ihn quasi schon als Heilsgott preisen, zu den Wahlurnen zu bringen. Das ist nicht einfach, denn am Boden ist Trump nicht so verwurzelt und organisiert wie das andere Kandidaten sind. Der Milliardär ist zwar auf allen Titelseiten, in allen Talk Show Sendungen, auf allen Frequenzen zu finden, zu sehen, zu hören, doch draußen im Land fehlt es ihm an „Bodentruppen“, die von Tür zu Tür gehen, seine Unterstützer zu Wählern machen.

Aus diesem Grund sind die anderen Kandidaten (noch) relativ gelassen, auch wenn Donald Trump in den Umfragen die Schallmauer durchbrochen zu haben scheint. Ted Cruz, Marco Rubio, Jeb Bush, sie alle haben ihre Basis in Iowa, New Hampshire und den anderen Bundesstaaten, ihre Unterstützergruppen, die auch wählen werden. Donald Trump muß am Montag liefern, ansonsten wird sein Kartenhaus aus Häme und Hass schnell zusammen brechen. „You’re fired“ könnte schon sehr bald ihm gelten.

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