Zwei sind nicht mehr dabei

Carly Fiorina und Chris Christie sagen zum Abschied leise Servus. Foto: Reuters/AFP.

Fiorina und Christie sagten zum Abschied leise Servus. Foto: Reuters/AFP.

Ich hatte auf drei getippt, nun haben sich am Mittwoch nur zwei weitere Kandidaten aus dem Rennen verabschiedet. Ben Carson glaubt noch immer an Wunder. Chris Christie, Gouverneur von New Jersey und auch die ehemalige CEO von Hewlett-Packard, Carly Fiorina, hingegen strichen die Segel. Genug ist genug. Fiorinas Abgang war klar, bei Christie stellte sich am desaströsen Wahlabend in New Hampshire die Frage, ob er über seinen eigenen Schatten springen kann. Er kann und sein Ausscheiden hilft vor allem Jeb Bush und John Kasich. Alle drei Gouverneure buhlten um die gleichen Wähler. Die kommenden Wahlen in South Carolina und Nevada werden zeigen müssen, wer von diesen beiden den langen Atem gegen Donald Trump haben wird.

Trump ist derzeit obenauf, sein gewaltiger Sieg in New Hampshire, setzte für die Partei ein deutliches Zeichen. Gespalten wie sie derzeit erscheint, mit nach wie vor sechs Kandidaten im Rennen, wird sie die Kandidatenkür des Immobilieninvestors nicht stoppen können. Doch selbst wenn auch noch Bush oder Kasich aussteigen sollten, sind da noch Cruz und Rubio, die sich für die Heilsbringer Amerikas halten. So läßt sich ein Donald Trump mit seiner nichtssagenden Kampagne stoppen.

Bei den Demokraten beginnt nun der Kampf um die Stimmen der Minderheiten, die der Afro-Amerikaner und der Latinos. Der „Black Caucus“ im Kongress, die Vereinigung der afro-amerikanischen Abgeordneten auf demokratischer Seite, haben sich nun auf Hillary Clinton festgelegt. Doch das heißt gar nichts, denn in Umfragen wird immer deutlicher, dass gerade junge und Erstwähler unter den Schwarzen Bernie Sanders unterstützen. Sanders marschierte in den 60er und 70er Jahren für Gleichberechtigung, gegen Rassismus und Segregation, wurde dafür sogar verhaftet. Der alte Mann aus Vermont spricht nicht nur von einer politischen Revolution, er kann auch mit Anekdoten aus seinem Leben begeistern. Hillary Clinton wird nun einen offensiveren Wahlkampf führen und dabei aufpassen müssen, dass sie die Wähler von Sanders nicht verprellt. Denn die Chancen, dass der Senator aus Vermont am Ende der strahlende Sieger sein wird, sind gering. Hillary wird es wohl schaffen, doch sie braucht für den Einzug ins Weiße Haus eine geschlossene Partei hinter sich. Und das geht nur mit den Millionen Unterstützern von Bernie Sanders.

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