Das Ende der Bush-Ära

Den Namen kennt man, Mama kam, sogar der große Bruder reiste an, um ihm zu helfen. Doch am Ende war es das wohl mit der Präsidentschaftskandidatur von Jeb Bush. Er galt lange Zeit als der Kandidat der Republikaner. Bekannter Name, erfolgreich als Gouverneur eines wichtigen Bundesstaates, er hatte die richtigen Verbindungen in die Partei und zu Spendern und konnte vor allem viel Geld sammeln.

Die Gouverneurin von South Carolina, Niki Haley, unterstützt lieber Marco Rubio als ihren Freund Jeb Bush. Foto: Reuters.

Die Gouverneurin von South Carolina, Nikki Haley, unterstützt lieber Marco Rubio als ihren Freund Jeb Bush. Foto: Reuters.

Aber dann kam alles anders. Erst drängelten sich mehr und mehr Kandidaten auf der republikanischen Seite nach vorne, die alle ins Oval Office wollten. Und schließlich übernahm der Egomane Donald Trump das Zepter im Wahlkampf. Seine verbalen Ergüsse und Hirngespinste bestimmten fortan das Geschehen. Bush wurde von Umfrage zu Umfrage nach hinten durchgereicht. Das Ergebnis in Iowa ein einziges Desaster. New Hampshire war nicht viel besser. Und nun steht South Carolina an, da sollte es eigentlich klappen endlich nach vorne zu preschen. Daraus wird wohl wieder nichts. Der Staffellauf für Bush ist vorbei.

Donald Trump liegt in der republikanischen Wählergunst – warum auch immer – weit vorne. Dahinter ist ein offener Faustkampf um Platz zwei ausgebrochen. Beste Chancen für South Carolina hat nun der Senator Marco Rubio, den ausgerechnet die Bush-Freundin, die Gouverneurin von South Carolina, Nikki Haley, unterstützt. Jeb Bush hatte auf ihre Loyalität gehofft und sich damit ein erfolgreiches Abschneiden in South Carolina erhofft. Haley jedoch erklärte am Mittwoch, dass sie auf Marco Rubio setze, denn mit ihm als Präsidenten werde alles in Amerika besser.

Das war der Schlußpunkt für den ehemaligen Florida-Gouverneur. Haley ist beliebt in South Carolina. Mit ihrer klaren und deutlichen Entscheidung für Rubio hat sie die Wahl entschieden – zumindest für Jeb Bush. Der wartet nun noch ab, für wen die Wähler am Samstag vor allem stimmen werden. Und Wunder gibt es ja bekanntlich immer wieder, das sang schon Katja Ebstein in den 70er Jahren. Die Wahrscheinlichkeit jedoch, dass Bush am Montag noch im Rennen sein wird, sind gering. Irgendwann muß einfach Schluß sein. Der Traum vom Oval Office wird für Jeb Bush in South Carolina enden.

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