Marco bleibt in Florida

Florida, Ohio, Illinois, North Carolina, Missouri. Fünf Wahlen, zwei Sieger und die heißen wieder Donald Trump und Hillary Clinton. Auf zwei Wahlgänge wurde am Dienstag besonders geachtet, Florida und Ohio. Aus dem einen Bundesstaat kommt Senator Marco Rubio, aus dem zweiten Gouverneur John Kasich. Und für beide waren Siege lebenswichtig, um überhaupt noch eine Berechtigung zum Weitermachen zu haben. Kasich siegte in Ohio, Rubio ging unter. So deutlich, dass der Senator schon kurz nach den ersten Hochrechnungen das Ende seines Wahlkampfes verkündete. Marco bleibt also gleich in Florida.

Marco Rubio kann am Mittwoch in seinem Bett in Miami ausschlafen. Foto: Reuters.

Marco Rubio kann nun in seinem Bett in Miami ausschlafen. Foto: Reuters.

Der strahlende Sieger – mal wieder – Donald Trump. Dem konnten weder Kloppereien auf seinen Veranstaltungen, Tausende von Gegendemonstranten noch Dutzende von Anti-Trump Werbeclips und eine immer größer werdende politische Gegenfront etwas anhaben. Vier der fünf Wahlen gingen an ihn. Die Republikaner sollten sich langsam aber sicher mit dem Supgergau in ihren Reihen abfinden. Donald Trump wird 2016 entweder der Kandidat der Lincoln- und Reagan-Partei oder es kommt zu einem Hinterzimmerdeal, der am Ende die Republikaner spalten wird. Beides wäre politischer Selbstmord.

Trump wird es wahrscheinlich nicht schaffen, die 1237 notwendigen Delegiertenstimmen noch vor dem Parteikonvent im Juli einzusammeln. Aber er wird mit einer deutlichen Führung nach Cleveland reisen. Das würde dann zu einem Parteitag führen, auf dem eine Entscheidung gefällt werden muß, und die ist zum jetzigen Zeitpunkt noch offen.

Bei den Demokraten sieht nun alles nach Hillary Clinton als Kandidatin aus. Sie hat am heutigen Dienstag ihren Vorsprung deutlich ausbauen können. Mit den erklärten Superdelegierten hat sie nun mehr als doppelt so viele Stimmen wie ihr Herausforderer Bernie Sanders. Doch Clinton, das muß man offen und ehrlich sagen, hat sich in diesem Wahlkampf bewegt. Politisch ist sie auf Sanders zugegangen, hat viele seiner Themen aufgegriffen. Sie ist zur Kämpferin geworden, die das Ziel, das Oval Office, fest im Blick hat. Ein Bernie Sanders und schon gar nicht ein Donald Trump werden sie noch aufhalten. Dennoch liegt viel Arbeit vor ihr. In einigen Bundesstaaten konnte Sanders fast 90 Prozent der Erstwähler und jungen Wähler auf sich vereinen. Hillary braucht jedoch die massive Unterstützung aus dem Sanders Lager, um am Ende die erste amerikanische Präsidentin zu werden.

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