Keine Atempause, Geschichte wird gemacht…

Es geht voran. In drei weiteren Bundesstaaten wurde am Dienstagabend gewählt. Arizona fiel an Hillary Clinton und Donald Trump. Utah an Bernie Sanders und Ted Cruz. Und in Idaho lag am Ende auch Bernie Sanders vorne. Die republikanischen Wähler waren dort noch nicht zur Stimmabgabe dran.

Die Wahl zwischen Ted Cruz und Donald Trump kommt einer Wahl zwischen Erschießen und Erhängen gleich, so bezeichnen es zahlreiche Republikaner. Foto: Reuters.

Die Wahl zwischen Ted Cruz und Donald Trump kommt einer Wahl zwischen Erschießen und Erhängen gleich, so bezeichnen es zahlreiche Republikaner. Foto: Reuters.

Der Ausgang der Wahlen war so erwartet worden. Keine Überraschungen. Auch die Klatsche von Trump in Utah war vorhersehbar. Im Mormonenstaat kam die große Klappe des Donald nicht an. Ted Cruz siegte dort, vor allem auch mit seiner Message nach religiöser, sprich christlicher Toleranz. Was jedoch unangenehm auffiel, waren die langen Schlangen für die Wähler. Zum Teil warteten sie bis zu fünf Stunden, um ihre Stimme abzugeben. Gerade Arizona fiel unangenehm auf. Zuvor hatte die republikanische Gouverneurin und Trump Unterstützerin, Jan Brewer, angeordnet, die Anzahl der Wahllokale drastisch zu verringern. Das ist auch eine klare (un)demokratische Ansage.

Unterdessen hat sich der einstige Hoffnungsträger der Partei, Jeb Bush, auf die Seite von Ted Cruz geschlagen. Nur Cruz könne noch die „Obszönität“ eines Donald Trump stoppen, so Bush. Die Unterstützung des ehemaligen Gouverneurs von Florida kommt genau im richtigen Moment für Cruz, den viele in der eigenen Partei ablehnen. Bush zeigt damit, dass es nur noch einen Weg gibt, um den Präsidentschaftskandidaten Donald Trump zu stoppen: Die Reihen müssten sich hinter Cruz formieren. So hatte auch schon Mitt Romney argumentiert, der anfangs John Kasich und in Utah dann Ted Cruz unterstützte.

Die Frage bleibt jedoch, ob Cruz wirklich eine Mehrheit im republikanischen Lager bekommen kann. Er gilt als Querulant, als Fundamentalist, als Radikaler, als von der Tea-Party Fraktion unterstützter Kandidat. Sprüche, wie die jüngste Forderung Cruz‘ nach den Anschlägen in Brüssel, „muslimische Nachbarschaften (in US Städten) zu patroullieren und zu kontrollieren“ sind selbst in der Grand Old Party nicht mehrheitsfähig. Von daher kann die Unterstützung von Jeb Bush für den texanischen Senator auch als Griff nach dem letzten Strohhalm vor dem Untergang der GOP gewertet werden. Denn noch als Kandidat hatte Jeb Bush die Forderung Trumps nach einer Registrierung alles Muslime im Land als „abscheulich“ bezeichnet.

 

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