Showdown am Parteitag

Wild, Wild West in Cleveland. Vom 18. bis 21. Juli wird dort der republikanische Wahlparteitag abgehalten. Schon jetzt gruseln sich einige in der Partei von Lincoln und Reagan vor diesem Konvent. Es könnte hart hergehen, denn falls Donald Trump im Vorfeld nicht die notwendigen 1237 Delegiertenstimmen bekommen sollte, würde das heißen, auf dem Parteitag müsste eine Entscheidung fallen. Doch Trump machte schon deutlich, dass er mit den meisten Stimmen auch die Nominierung bekommen sollte. Auf alle Fälle. Und dagegen wehren sich so einige in den Reihen der Republikaner.

Auf geht's zum Parteitag der Republikaner.

Auf geht’s zum Parteitag der Republikaner.

Und nun kommt auch noch die Gefahr eines Showdowns ganz in Wildwest-Manier hinzu. Eine Initiative von Waffenträgern hat auf change.org eine Unterschriftenliste gestartet, die einfordert, dass Waffenhalter bewaffnet zum Pro-Waffenparteitag der Republikaner kommen dürfen. Zuletzt hatten fast 50000 Personen diesen Aufruf unterstützt. Die Initiatoren führen an, dass Cleveland eine der gefährlichsten Städte sei und man Waffenträger nicht auffordern sollte, ihre Schießeisen im Hotelzimmer zu lassen, um dann unbewaffnet die Strecke zum Parteitag zu laufen.

Also, „High Noon“ in Cleveland. Alle drei noch im Rennen befindlichen Republikaner treten für den unbehinderten Waffenbesitz ein. Das ist ein wichtiges Thema in den Reihen der GOP und im Wahlkampf. Nun wird diese Haltung grundlegend getestet. Wie stehen die Waffen-Lobbyisten zu einer allgemeinen Bewaffnung auf einem hitzig debattierten Parteitag, dessen Ausgang noch offen ist? Vor allem, wie reagiert der Secret Service, der die Kandidaten beschützen soll, wenn Delegierte zum Wahlkonvent mit ihren 45ern, ihren AK47, ihren Glocks, ihren Smith & Wesson oder anderen Schießeisen kommen sollten? Die Republikaner gleichen im Jahr 2016 einem Tollhaufen. Ob und wie die Partei die derzeitige Zersplitterung überleben wird und kann, ist noch offen. Ausgang ungewiss.

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