Wirklich? Abtreibung?

Das kann jetzt aber wirklich nicht sein. Bei allem Blödsinn, den Donald Trump bislang von sich gegeben hat, ausgerechnet beim Thema Abtreibung bricht ein „Shitstorm“ los. Mexikaner, Muslime, Frauen, Homosexuelle, internationale Partner, Demokraten und nicht zu vergessen Demonstranten,  alle wurden von Trump schon verbal angegangen, angefeindet, niedergemacht. Trump meinte nun in einer MSNBC Sendung, dass abtreibende Frauen bestraft werden sollten, falls das Abtreibungsrecht in den USA abgeschafft werden sollte. Ein paar Stunden später, nachdem online heftigst auf die Worte des Donald reagiert wurde, änderte er seine Haltung und erklärte, eigentlich sollte man dann die Ärzte bestrafen. Flip-Flopping à la Donald Trump eben.

Niemand hat die Absicht abtreibende Frauen zu bestrafen. Foto: AFP.

Niemand hat die Absicht abtreibende Frauen zu bestrafen. Foto: AFP.

Aber mal ehrlich, Abtreibung ist das Thema, dass Konservative, Demokraten und Linke in den USA zusammenbringt, um Donald Trump noch zu stoppen? Die Aufregung ist groß über die Antwort auf eine hypothetische Frage, denn noch und wohl auch noch viel länger wird in den USA die Abtreibung nicht unter Strafe gestellt werden. Was soll man dazu sagen? In den republikanischen Reihen ist die Panik ausgebrochen, dass der Mann mit der besonderen Frisur am Ende „IHR“ Kandidat werden wird, um dann gegen Hillary ins Feld zu ziehen. Konservative im Land sehen schon jetzt die Wahl zwischen Trump und Cruz als eine Wahl zwischen Pest und Cholera. Wie ist das dann erst für die Mitglieder der „Grand Old Party“, wenn Trump gegen die verhasste Hillary antreten sollte?

Abtreibung also ist das Thema, das nun den Milliardär noch auf der Zielgeraden zu Fall bringen soll. Doch eigentlich hat der Donald da nicht viel mehr gesagt, was nicht auch andere in den Reihen der Republikaner fordern. Abtreibung unter Strafe stellen. Und damit sind nicht nur Ärzte gemeint, sondern die Strafandrohung richtet sich ja auch gegen die Frauen selbst. Also, warum dann die ganze Aufregung?

Trump verliert kontinuierlich die Zustimmung bei Frauen. Seit November ist er in den Umfragen stetig gefallen. Allerdings hat er in den bisherigen Vorwahlen gut bei weiblichen Wählern punkten können. Doch das wird in den Hauptwahlen gegen die mögliche Gegnerin Hillary Clinton nicht reichen. Vor allem auch, weil die auf so eine Steilvorlage von Donald Trump nur gewartet hat. Abtreibung, „the right to choose“ ist ein Thema, das viele Demokratinnen mobilisieren wird. „Trump will Frauen bestrafen“, man kann sich schon jetzt die Wahlspots vorstellen, die ausgestrahlt werden würden, falls es auf ein Aufeinandertreffen von Donald und Hillary kommen sollte.

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