Gratulation, Madame President!

The 45th president of the United States of America - Hillary Clinton. Foto: AFP

The 45th president of the United States of America. Foto: AFP

Hillary Clinton ist durch. Sie wird die erste Präsidentin der USA werden, falls sie sich nicht noch den totalen Fehltritt im Wahlkampf erlaubt. Nach 44 Männern kommt mit der Nummer 45 endlich eine Frau ins Weiße Haus. Das ist wohl das Ergebnis des heutigen Wahlabends. Denn mal ehrlich, Donald Trump wird nicht die volle Unterstützung seiner Partei bekommen. Und ein Ted Cruz gewinnt keine „Swing-States“, das hat er heute Abend erneut in Pennsylvania gezeigt. Mehr als eine Klatsche war für ihn nicht drin.

Bei den Demokraten selbst hat Bernie Sanders zwar einen hervorragenden Wahlkampf geführt, Hillary Clinton politisch weit nach links gezogen, doch eine Chance gegen die Über-Demokratin und Kandidatin des Partei-Establishments hatte er nie. Und sehen wir mal die Dinge, wie sie wirklich sind, die Vorwahlen der beiden großen Parteien sind eine einzige Farce. Sie sind undemokratisch, undurchschaubar und, ja, unamerikanisch.

Welche Rolle Iowa und New Hampshire in jedem Wahlkampf spielen ist schlichtweg verrückt. Diese Kleinststaaten mit ihren paar Stimmchen haben ein Übergewicht im Wahlkampf, das mehr als unangemessen ist. Dann die Superdelegierten der Parteien, die frei entscheiden, für wen sie stimmen können. Hillary Clinton hat nur deshalb eine so deutliche Führung gegen Bernie Sanders, weil viele dieser gehorsamen Parteisoldaten für Clinton stimmen wollen. Demokratisch ist was anderes.

Bei den Republikanern sieht es nicht viel anders aus, wenn ein Kandidat wie John Kasich, der bislang gerade mal 153 Delegiertenstimmen und einen einzigen, seinen Bundesstaat, gewonnen hat, sich noch ersthafte Chancen ausrechnen darf, dem Frontrunner Donald Trump durch Schiebereien auf dem Parteitag die Krone zu entreißen. Ich bin wahrlich kein Trump-Fan, aber Ergebnisse von Wahlen sollten anerkannt werden.

Die Sieger am Dienstagabend sind also Donald Trump und Hillary Clinton. Alle anderen im Rennen und auch die amerikanische Öffentlichkeit sollte sich damit nun abfinden. Was nun vor uns liegt in den kommenden sechs Monaten, wird der wohl brutalste, schmierigste und fieseste Wahlkampf aller Zeiten werden.

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