Niemand mag Ted Cruz

Der eine beschreibt ihn als „leibhaftigen Luzifer“ (John Boehner), die andere als unappetitliche „Leber mit Zwiebeln“ (Ana Navarro). Das übertrifft sogar noch die Schmährufe von Donald Trump, der Ted Cruz nur als „Lying Ted“ betitelt. Und Trump scheint wohl richtig zu liegen, denn die großspurige Allianz zwischen Cruz und Kasich, um den New Yorker Milliardär noch zu stoppen, scheint null und nichtig zu sein.

Kann dieses Gesicht lügen? Foto: Reuters.

Kann dieses Gesicht lügen? Foto: Reuters.

Vor ein paar Tagen hieß es noch, die beiden Kandidaten hätten sich darauf geeinigt, dass Ted Cruz sich auf Indiana konzentriert, John Kasich auf Oregon und New Mexico. Beide wollten sich dabei nicht in die Quere kommen, um so die Wählerstimmen bündeln zu können. Kasich zog sich daraufhin aus Indiana zurück. Doch am Donnerstagmorgen erklärte Cruz gegenüber überraschten Reportern: „Es gibt keine Allianz“. Nur wenige Minuten später kam die Antwort des Kasich-Lagers per Twitter: „Ich kann Lügner nicht ausstehen“. Lachender Dritter ist Donald Trump, der nur sagt: „I told you so“.

Auch die Strategie von Ted Cruz mit Carly Fiorina bereits eine Vize-Präsidentschaftskandidatin zu präsentieren war ein Schuß in den Ofen. Die Kommentatoren und Late-Night-Comedy Shows hatten einen wahren „Field Day“. Sie machten sich über Cruz lustig, dass der, obwohl er eigentlich keine Chance hat Kandidat seiner Partei zu werden, eine Stellvertreterin präsentiert. Und das mit den Worten, dass Fiorina für den Job als „Commander in Chief“ mehr als geeignet wäre, wenn ihm etwas im Weißen Haus passierte. Eine Steilvorlage für bitteren Humor. Und selbst erzkonservative Kommentatoren und Aktivisten, wie Ann Coulter, twitterten, sie warte nur darauf, dass Cruz nun auch noch seinen Kandidaten fürs Innen- und Verteidigungsministerium vorstellt.

Ted Cruz‘ Zeit läuft ab. Am Dienstag wird in Indiana gewählt, in dieser Wahl muß er liefern. Doch in den Umfragen sieht alles nach einer weiteren Niederlage für ihn und nach einem weiteren Sieg für Donald Trump aus. Wenn das eintrifft, dann war es das für den Texaner. Und mal ehrlich, darüber wird kaum jemand im Land so richtig traurig sein.

 

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