America will be great again…really?

Er ist nicht mehr zu stoppen. Zumindest nicht bis zum Wahltag im November. Foto: Reuters.

Er ist nicht mehr zu stoppen. Zumindest nicht bis zum Wahltag im November. Foto: Reuters.

Erst Ted Cruz am Wahlabend, nun auch John Kasich am Tag danach. Donald Trump ist der letzte im Rennen um die Nominierung der Republikaner. Sein Sieg in Indiana untermauerte noch einmal, dass ohne ihn in der republikanischen Partei nichts mehr geht. Zumindest bis zum Wahltag im November. Denn das hausgemachte Problem namens Trump spaltet nicht nur die Partei, sondern stellt sie auch vor eine ungewisse Zukunft. Mit dem grandiosen Sieg des New Yorker Milliardärs ist er damit auch zum quasi Sprecher und Vorsitzenden geworden. Sein Wort zählt, die Kritiker werden zum Stillschweigen verdonnert.

Trump hat viele in den eigenen Parteireihen und darüberhinaus auf dem Weg zu seiner Nominierung verprellt. Zahlreiche Republikaner haben bereits angekündigt ihn nicht zu behindern oder innerparteilich zu bekämpfen, aber ihn eben auch nicht im Wahlkampf zu unterstützen. Wichtige Geldgeber, wie die Koch-Brothers, hatten auch schon angedeutet, dem Donald keine Schecks zu schreiben. Und das heißt viel, denn das rote Tuch der Koch-Brothers und vieler andere war, ist und bleibt Hillary Clinton.

Viele in der republikanischen Partei gehen davon aus und hoffen innerlich, dass Hillary Clinton die Wahl im November gewinnen wird. Trump wäre dann von einem Tag auf den anderen eine Nullnummer, abgeschrieben, vergessen. Vier Jahre Hillary sollten genügen, um die eigene Partei wieder zu stärken, zu einen, aufzubauen, so der Plan B. Und schon jetzt geht das Gerangel im Hintergrund los. Marco Rubio und auch Ted Cruz, beide Mitte 40, werden als Hoffnungsträger ihrer Partei gesehen. Sie hätten Zeit, ihre neuen Versuch auf das Präsidentenamt vorzubereiten. Ganz strategisch, akribisch, durchdacht, genau so, wie das auch die verhasste Hillary Clinton getan hat. Der Wahlkampf 2016 ist noch lange nicht vorbei, da werden schon jetzt die ersten Gehversuche für 2020 unternommen.

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