Die ham‘ doch an Badscha!

Ok, ich sollte nicht auf Fränkisch daherkommen, auch wenn ich da geboren wurde. Aber anders als „Ham die an Badscha“ kann man das nicht ausdrücken, was derzeit wie eine Welle über die USA schwappt. Es nennt sich „Fire Challenge“, junge Leute filmen sich dabei, wie sie mit Feuer spielen. Alkohol anzünden, ein Feuerzeug vor eine Spraydose halten und dann ganz erstaunt tun, dass da echt eine Stichflamme entsteht.

fire2Ganz Bekloppte zünden sich sogar selbst an, nachdem sie sich mit einer brennbaren Flüssigkeit eingerieben haben. Ja, wie blöd muß man denn sein? Von San Diego bis nach New England warnen mittlerweile „Experten“ (dafür muß ich kein Experte sein), Feuerwehrleute, Polizei, Fernsehsender und Tageszeitungen vor dieser „Challenge“. Wer sich einen Eimer eiskaltes Wasser über den Kopf schüttet soll das tun, na ja, wem es gefällt. fire3Wer sich die ersten Spuren des Brusthaars anzündet, der hat sie nicht mehr alle. Das ist keine Herausforderung, das ist schlichtweg bescheuert.

Man muß nur in den sozialen Medien #Firechallenge eingeben und schon kann man Unmengen an Videos und Bildern sehen, Berichte lesen und hören, wie Jugendliche mit Flammen spielen. Doch leider landen viele von ihnen nach so einer „Challenge“ mit ernsthaften Verbrennungen in der Klinik, so auch der hier abgebildete junge Mann, der Verbrennungen dritten Grades im Genitalbereich erlitt. Vielleicht bin ich zu alt, vielleicht aus einer anderen Zeit, aber diese Art Nervenkitzel kann ich nicht verstehen. Feuer- und Pyroshows sind durchaus beeindruckend, aber so was schaue ich mir lieber in einem Rammstein Konzert an. Dann sind da nämlich Profis am Werk, die wissen was sie machen und vor allem, was sie nicht machen sollten.

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