Wer zieht mit Trump ins Rennen

Die Frage geht derzeit um, wer wird der VP-Kandidat für Donald Trump. Keine leichte Frage, denn wen der selbstverliebte Trump an seiner Seite haben will, der muß einiges mitbringen. Zuallererst, er sollte den Chef nie kritisieren, nicht aus dessen Schatten heraustreten, keine Widerworte geben, denn was Trump sagt ist Gesetz. Schwer vorzustellen, dass jemand wie Newt Gingrich die Rolle übernehmen könnte und würde. Gingrich, ein Washington Insider, wie er im Buche steht, würde sich nicht so einfach den Mund verbieten lassen. Auch eine Sarah Palin würde da mit ihrem losen Mundwerk nicht passen. Sie hat schon oft geredet, bevor sie nachgedacht hat.

Da wäre einer wie Chris Christie, Gouverneur von New Jersey und Trump-Unterstützer, schon besser. Nach seinem Ausscheiden aus dem Präsidentschaftsrennen reihte er sich ziemlich schnell hinter Trump ein und war fortan als das willige Helferlein bei den öffentlichen Auftritten des Donald zu sehen. Er widerspricht nicht und folgt seinem Anführer kritiklos.

General a.D. Michael Flynn ist Donald Trumps Wunschkandidat für den VP-Posten. Foto: Defense Intelligence Agency Public Affairs

General a.D. Michael Flynn ist Donald Trumps Wunschkandidat für den VP-Posten. Foto:
Defense Intelligence Agency Public Affairs

Donald Trump hat nun aber so einige überrascht. Eigentlich dachten viele, er würde einen Partner suchen, der zumindest schon Erfahrung in der Regierungsarbeit hat, etwas die Washingtoner Fahrwasser kennt, der vielleicht auch schon auf dem internationalen Parkett getanzt hat. Doch Donald wäre nicht Donald, wenn er nicht alles anders machen würde. Als heißer Kandidat für den VP-Posten gilt nun auf einmal der pensionierte General Michael T. Flynn, der zuvor die „Defense Intelligence Agency“ leitete. Flynn ist ein registrierter Demokrat, aber ein großer Kritiker von Präsident Barack Obama. Der General a.D. ist bereits ein Berater von Trump im Wahlkampf und hat das Vertrauen des Milliardärs. Das spreche für ihn, so enge Vertraute Trumps. Nach Aussagen dieser nicht namentlich erwähnten Quellen, soll der republikanische Kandidat bereits mehrmals laut vor sich hin „Trump-Flynn“ gesagt haben. „Und der Klang gefällt ihm“, heißt es. Auch, dass dieses Duo ein absolutes Außenseiter-Team wäre reizt Trump.

Noch ist nichts entschieden. Berater von Trump lehnen jedoch den General als möglichen Partner ab. Er habe nicht die Erfahrungen, die Donald Trump helfen könnten, auch sei zu wenig über ihn bekannt, wie er zu bestimmten politischen Themen steht. Die Zeit wird knapp, nur noch wenige Wochen bis zum Parteitag in Cleveland, dann sollte eigentlich das große Fest der Republikaner beginnen. Wen Donald Trump nun als seinen Vize auserwählt, das weiß wohl nur er selbst. Am Ende wird er jemanden präsentieren, der sicherlich „great“ ist und mit ihm Amerika wieder „great“ machen wird. Was anderes hätten wir auch gar nicht erwartet.

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