Ehrlich jetzt!?

In diesen Tagen muß ich viel an die Worte des republikanischen Kongressabgeordneten Glenn „GT“ Thompson denken. Im Mai traf ich ihn auf einer Veranstaltung in Washington DC. Und natürlich kam das Gespräch auch auf Donald Trump und Hillary Clinton. Thompson meinte, er verstehe gar nicht, wie bei einer Bevölkerungszahl von 400 Millionen ausgerechnet diese beiden ums Präsidentenamt kandidieren können.

Recht hat er. Donald Trump oder Hillary Clinton, man weiß gar nicht, wohin man in diesen Tagen blicken soll, einer von beiden lässt sicherlich einen Kracher los. Trump poltert durch die Reihen und besticht durch seine Grobschlächtigkeit. Clinton hingegen durch einen Kelller voller Skandale.

Nein, ich bin nicht käuflich. Ich doch nicht. Foto: Reuters.

Nein, ich bin nicht käuflich. Ich doch nicht. Foto: Reuters.

Eigentlich schien vor ein paar Wochen das Rennen ums Oval Office gelaufen zu sein. Trump hatte sich mal wieder weit, diesmal jedoch zu weit aus dem Fenster gelehnt. In den Umfragen stieg Hillary Clinton und setzte sich deutlich von Trump ab. Die Wahrscheinlich eines Clinton-Wahlsieges lag bei 85 Prozent. Das konnte der Donald nicht mehr einholen. Clinton hätte sich eigentlich nur noch zurücklehnen müssen.

Doch dieser Wahlkampf wird in die amerikanische Geschichte als der seltsamste aller Zeiten eingehen. Clinton haut sich gerade selbst vom Thron. Was heißt gerade, eine ihrer vielen Skandale holt sie wieder ein. Die Verwebung zwischen Geldgebern der Clinton Foundation und ihr als Außenministerin zeigen erneut, dass Hillary Clinton käuflich war. Und nicht nur das, sie hat darüber auch unter Eid Falschaussagen abgegeben. Man möchte der ambitionierten einstigen First Lady zurufen: So blöd kann man doch gar nicht sein! Das möchte ich nicht schreien, weil ich Hillary Clinton so gut finde und sie unbedingt als Präsident im Weißen Haus sehen möchte. Nein, ich möchte es ihr zurufen, weil sie mit ihrem Verhalten eine Präsidentschaft des Egomanen Donald Trump ermöglicht.

Der Name Clinton steht für mich schon lange für das Ende des amerikanischen Sozialstaates, für den Genozid in Ruanda, für sinnlose Bombardements im früheren Jugoslawien, für sexlose „Blowjobs“ und Zigarrenspielchen, für weißliche Flecken auf einem blauen Kleid. Und nun kommt wohl auch noch der totale Ausverkauf der Politik hinzu. Ich weiß, das gehörte wohl schon längst dazu. Doch was soll man sagen, wenn am Ende aus Clinton + Cash ein Präsident Trump wird?

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