20.000 Selbstmorde durch Schußwaffen

Es hinterlässt ein komisches Gefühl, wenn man diese Zahlen liest. Jedes Jahr bringen sich in den USA mehr als 40.000 Menschen um. In Deutschland sind es etwa 10.000. 2013 nahmen sich in den USA 41,149 Menschen das Leben. Mehr als die Hälfte davon, 21,175, nutzten eine Schußwaffe für ihren Freitod, das waren 58 Selbstmorde mit einer Knarre pro Tag.

Foto: AFP.

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Viele von denen, die sich durch Erhängen, Vergiften, durch einen Sprung in die Tiefe oder mit dem Aufschneiden von Pulsadern das Leben nehmen wollen, schaffen es nicht. 90 Prozent der Männer, Frauen, Jungen und Mädchen, die den Suizidversuch überleben, versuchen es kein zweites Mal, das hat eine Studie der Harvard Universität belegt. Bei Schußwaffen sieht das ganz anders aus. 90 Prozent der Selbstmordversuche mit Knarren sind erfolgreich.

Die Selbstmordrate mit Schießeisen in den USA ist hoch. Bei der ganzen Diskussion um den leichten Zugang zu Waffen wird diese Zahl meist vergessen, unterschlagen, übergangen. Man redet von den 16.000 Morden im Jahr, von den Schießereien, von den Amokläufen. Doch mehr als 20.000 Menschen sterben Jahr für Jahr in diesem Land durch Schußwaffen, die gegen sich selbst gerichtet sind, und nichts wird dagegen unternommen. Das Recht auf Waffenbesitz scheint mehr zu zählen, scheint wichtiger zu sein, als das Recht auf Leben. Ja, wer sich umbringen will, wird einen Weg finden. Doch die Wahrscheinlichkeit zu überleben sinkt mit dem Griff zur Knarre.

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