Ein Bierchen am Abend

Ein Fünfstundenflug von Paris und schon ist man in Niamey, in der Hauptstadt des Niger. Auf der Fahrt vom Flughafen zum Hotel erinnerte vieles an N’Djamena, die Hauptstadt des Tschad. Es scheint hier den selben Baustil zu geben. Es ist heiß, staubig, Plastiktüten wehen durch die Gegend, Ziegen an den Straßenseiten.

Ich bin erneut mit einer CARE Mitarbeiterin aus Deutschland unterwegs. Im Hotel bekamen wir ersteinmal ein umfangreiches Sicherheits Briefing durch den CARE-Beautftragten. Danach war klar, der Niger liegt mitten in einer riesigen Problemzone. Verschiedene Gruppen kämpfen in den Grenzgebieten um dieses riesige Land herum, oftmals schwappt die Gewalt ins Land über. Der Niger selbst, so heißt es, sei politisch ein stabiles Land. Dennoch, die Sicherheitsfrage ist die alles entscheidende Frage hier, denn sie bestimmt auch die wirtschafltiche Entwicklung, Hilfsprojekte, Investitionen, den Aufbau in ländlichen Gegenden und vieles mehr.

Ein Großteil des Landes ist für westliche Besucher gesperrt. Die jüngste Entführung eines amerikanischen Entwicklungshelfers und die versuchte Gefängnisbefreiung inhaftierter Terroristen haben einige im Land nervös gemacht. Auf einer Karte wurden die verschiedenen Anschlagsorte dargestellt, geknallt hat es hier fast überall schon. Betroffen von der Gewalt sind vor allem die Regionen im Südosten des Landes, im Bezirk Diffa, die an den Nordosten Nigerias und den Tschad angrenzen und im Westen, an der Grenze zu Mali. Nach diesen umfangreichen Ausführungen brauchte ich erst einmal ein Bierchen, „Biere Niger“, eine lokale Brauerei. Passt, kann man trinken.

Die neue Sicherheitslage macht unsere Reise etwas schwierig, schränkt die Bewegungsfreiheit deutlich ein. Dennoch, wir können nach Maradi reisen, der drittgrößten Stadt des Niger, etwa acht Autostunden von Niamey entfernt. Der Weg dorthin liegt im als sicher eingestuften Bereich des Landes. In Maradi werden wir uns so einige Projekte von CARE ansehen. Ich bin gespannt auf dieses Land, auf all die Eindrücke, auf die Menschen, auf das, was ich sehen, hören und erleben werde. Das Internet ist hier etwas dünn, ich hoffe, ich kann auch von unterwegs weiter bloggen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Um zu überprüfen, dass Sie eine reale Person und kein Spam-Roboter sind, lösen Sie bitte vor dem EINTRAGEN die nachfolgende kleine Rechenaufgabe, das sogenannte CAPTCHA *