An Lebkoung am Golden Gate

lebkoungIch gebe zu, ich musste jetzt kurz suchen, wie man Lebkuchen auf Fränkisch schreibt: Lebkoung. Ich bin zwar in Würzburg geboren und in Nürnberg aufgewachsen, aber das Fränkische ging irgendwie an mir vorbei. Deshalb musste ich nun mal nachlesen, wie man das leckere Weihnachtsgebäck aus Franken im Dialekt schreibt.

Ja, auch hier am Pazifik findet man echte Nürnberger Lebkuchen. Ich war heute bei Trader Joe’s, der 100prozentigen Tochter von Aldi, und die hatten wieder eine ganze Palette geliefert bekommen. Es sind zwar nicht die feinen, saftigen Elisenlebkuchen, aber hier drüben, neun Zeitzonen hinter Nürnberg auf der anderen Seite der Weltkugel, darf man nicht wählerisch sein. Da muß eben diese eher staubig-trockene Variante schmecken.

Geht alles, und ja, als Nürnberger im selbstgewählten Exil, freue ich mich jedes Jahr darauf, wenn ich Ende November hier im Laden echte Nürnberger Lebkuchen finde. An der Kasse wurde ich wieder mal gefragt, ob ich die schon mal hatte. „Yes, I had them before. They’re from my hometown.“ Und der volltätowierte Bartträger meinte dann ganz begeistert: „Really! I gotta try them myself“, so, als ob ich ein bekannter fränkische Konditormeister sei. Ich habe es mir dann doch verdrückt ihm zu sagen, die Dinger heißen im Original „Lebkoung“. Ich glaube, das hätte ihn dann „weihnachtstechnisch“ etwas überfordert.

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