Twitter sollte pleitegehen, dann hat dieser Wahnsinn ein Ende

140 Zeichen. So regiert Donald Trump. Er machte so Wahlkampf und nun geht es damit weiter. Jüngstes Beispiel, die Androhung, die Staatsbürgerschaft jenen zu entziehen, die die amerikanische Flagge verbrennen. Das ist von heute Morgen.

Trump hält keine Pressekonferenzen, erklärt sich nicht, vielmehr kommuniziert er mit den Medien und seinen Anhängern über twitter. Und das ist alles andere als präsidial, wie dieser Tweet zeigt, ein erneuter Angriff auf die Medien. Trump kritisiert jeden, der nicht in sein Populismushorn bläst.

Wer glaubte, der gewählte Donald Trump würde endlich mal ein paar Gänge runterfahren und nicht mehr so sehr auf der „Ich-Welle“ reiten, der liegt schief. Trump beweihräuchert sich weiter als Retter der Nation, als Sieger, Gewinner, Alleskönner. Auch das zeigt er in seinen Tweets, wie diesem hier, in dem er erklärt, er habe nicht nur mehr Wahlmänner erhalten sondern auch die meisten Stimmen, wenn man jene illegalen Wahlstimmen von  Hillary Clinton abziehe. Donald Trump behauptet damit ernsthaft, ohne Beweise vorzulegen, dass in dieser Präsidentenwahl mehr als zwei Millionen Stimmen von Personen abgegeben wurden, die eigentlich nicht wählen dürften. Das ist der gewählte Präsident der USA, ein beeindruckender Verfechter der amerikanischen Demokratie.

Donald Trumps Regierungsstil wird sich nicht von dem unterscheiden, was er als Wahlkämpfer gemacht hat. Er meint, nur „my way or the highway“. Hatten bislang gewählte Präsidenten still und leise ihr Kabinett zusammen gestellt, macht Trump auch das anders. Er spricht über Treffen, verheimlicht nicht, wen er für welchen Posten in Erwägung zieht und lässt es sogar zu, dass seine engsten Berater Kandidaten beleidigen, wie jüngst Kellyanne Conway Mitt Romney. Trump hat die Zügel in der Hand und lässt die Dinge geschehen. Seine Auswahl seines Kabinetts erinnert mehr an eine Folge von „The Apprentice“ als eine ernstzunehmende Kandidatensuche. Es fehlt nur noch, dass jene Männer und Frauen, die auf der Trumpschen Liste stehen, Aufgaben erledigen müssen, um ihre Qualitäten und ihre Loyalität unter Beweis zu stellen.

In den Kommentaren der „Talking Heads“ auf den 24 Stunden Nachrichtenkanälen hört man immer, Donald Trump mache es einfach anders. Das sei eben seine Art. Eine Entschuldigung, eine Erklärung, dass unter Trump nun alles anders wird. Ein Präsident, der über twitter hetzt, tobt, lügt. Ist das das Amerika in dem ich nun lebe? Ich kann nur hoffen, dass twitter wirklich pleite geht, vielleicht ist dann endlich Schicht im Schacht mit diesem 140 Zeichen Blödsinn von Donald Trump.

1 Kommentar in “Twitter sollte pleitegehen, dann hat dieser Wahnsinn ein Ende

  1. Hmm, CNN wird wohl vor Twitter pleite gehen, wette ich eine Kiste gutes, tschechisches Bier drauf, einzunehmen in High New Village am Feuer.
    Fernsehen war gestern. CNN ist sauer, weil Ihnen Millionen von Wahlkampfeinnahmen wegen Trump durch die Lappen gegangen sind. Find ich gut. Wenn CNN sich mehr für Inhalte als für Kohle interessierte, hätte man nicht nur zwei Parteien in der prime time gehabt. (Wer ist eigentlich Jil Stein?) Dass man mit den neuen Medien gegen das Fernsehen ankommt, also mehr Menschen erreicht, ist als Umbruch in der Mediengeschichte zu werten. Trump hin oder her, verkneife mir an dieser Stelle jeden Vulgarismus, aber deswegen werde ich jetzt nicht anfangen, CNN zu vertrauen. Und klar haben die im Wahlkampf der Clinton versagt: Null Inhalte! Nur die persönliche Schiene, wie präsidial oder nicht präsidial der Gegner ist. Langweilig und dumm.

    Dass Trump seinen Managementstil ablegt oder ändert um eine Kabinett zusammenzustellen, habe ich nicht im Mindesten erwartet, daher hält meine Enttäuschung sich da in Grenzen.

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