Zwangsverpflichtung für Trump

Donald Trump hat groß getönt. Mal wieder. Seine Vereidigung werde eine große Party mit Spitzenkünstlern, die sich alle darum reißen würden für ihn zu singen. Doch wenige Wochen vor dem Termin sieht alles ganz anders aus. Einer nach dem anderen auf der A-Liste der amerikanischen Musikgrößen sagt ab. Keine Zeit, kein Interesse oder noch schlimmer, für Donald Trump wollen sie nicht auftreten.

Und der gewählte Präsident zeigt sich wie eh und je… gekränkt. Die Promis würden zwar alle zu der großen Party am 20. Januar kommen wollen, aber er möchte lieber das Volk dabei haben, twitterte Trump. Auch so kann man die laute Klatsche deuten.

Trump ist wütend und wirft, wie es heißt, seinen Mitarbeitern Unfähigkeit vor. Bislang hat sein Vorbereitungsteam es nämlich nicht geschafft auch nur einen namhaften Künstler für seinen großen Tag zu engagieren. „No, thank you“ ist die Antwort, die auf jede Anfrage kommt.

Lediglich der „Mormon Tabernacle Choir“ aus Utah hat bislang zugesagt, auch wenn das einigen im Umfeld des weltbekannten Chors aufstößt. Trump steht für sie für vieles, was gegen den Glauben der Mormonen gerichtet ist. Die „Radio City Rockettes“ aus New York wurden hingegen zwangsverpflichtet. James Dolan, der Chef des Unternehmens „Madison Square Garden Company“, zu dem die 1932 gegründeten Rockettes gehören, willigte einfach ein, ohne mit den Tänzerinnen Rücksprache zu halten. Dolan erklärte, es sei eine Ehre für den gewählten Präsidenten zu performen. Kritik läßt er nicht zu, die Tänzerinnen hätten einen Vertrag. Und Vertrag sei Vertrag.

Das sehen jedoch viele der Rockettes ganz anders. Phoebe Pearl, eine von ihnen, schrieb auf ihrer Instagram Seite: „Normalerweise nutze ich die sozialen Medien nicht dazu, um einen politischen Standpunkt zu vertreten, aber ich bin von Gefühlen überwältigt. Herauszufinden, dass es für uns Rockettes entschieden wurde bei der Präsidentenvereidigung aufzutreten ist mir peinlich und enttäuscht mich. Die Frauen, mit denen ich arbeite sind intelligent und voller Liebe. Die Entscheidung für einen Mann zu performen, der für alles steht, gegen das wir sind, ist schrecklich. Ich spreche nur für mich, aber ihr sollt wissen, nachdem wir diese Nachricht hörten, sind wir nur noch mit Tränen in den Augen und einem schweren Herzen aufgetreten. Wir lassen uns nicht zwingen! #notmypresident“.

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Um zu überprüfen, dass Sie eine reale Person und kein Spam-Roboter sind, lösen Sie bitte vor dem EINTRAGEN die nachfolgende kleine Rechenaufgabe, das sogenannte CAPTCHA *