Hauptsache, die Luft scheppert!

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Nach einem katastrophalen PR Wochenende für Donald Trump sollte gestern wieder der Alltag in Washington Einzug finden. Trump, der im Wahlkampf ein hartes Durchgreifen gegen China und andere Handelspartner versprach, will nun Taten folgen lassen.

Am Montag reiste Präsident Donald Trump von seinem Golfclub in Bedminster, New Jersey, nach Washington, um dort über “wichtige Handelsverträge für die amerikanischen Arbeiter” zu beraten und seine Unterschrift unter ein Blatt Papier zu setzen, dass seinen Chefstrategen in Handelsfragen damit beauftragt, innerhalb eines Jahres der Frage nachzugehen, ob China gezielt Wirtschaftsspionage betreibe und geistiges Eigentumsrecht verletze.
Dass das so ist, weiss jeder, nicht nur in den USA. Doch Trump und seine Administration wollen damit China unter Druck setzen…zumindest ein wenig. Denn am Ende dieser Untersuchung könnten Handelssanktionen anstehen. Trump bewertete diesen Schritt am Montag als “sehr, sehr wichtig”. Gelobt wurde er von Vertretern des Technologiesektors in den USA. Kommentatoren jedoch meinten, nach den scharfen Worten im Wahlkampf und in den ersten Monaten seiner Präsidentschaft gegen China sei dieser vage Beschluss nicht mehr als eine Rauchbombe.
Trump braucht China mehr denn je, gerade jetzt im Konflikt mit Nordkorea. Die China-Resolution präsentiert ihn jedoch vor seiner Anhängerschaft als jemanden, der zu seinem Wahlversprechen steht, gegen Peking vorzugehen und für amerikanische Jobs zu kämpfen – auch wenn am Ende dabei nichts herauskommen sollte. Der amerikanische Präsident wird immer mehr zum „Dampfplauderer in Chief“, er tönt, schwärmt von seinen (Schein)Erfolgen, verweist auf Jobs, Jobs, Jobs, auch wenn er in den ersten sieben Monaten dieses Jahres nicht mehr geschaffen hat als Barack Obama im gleichen Zeitraum 2016. Aber Fassade ist alles was für Trump und seine Anhänger zählt

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