Ein Lied gegen das Unrecht

Woody Guthrie ist der wohl bekannteste und wichtigste Protestmusiker und -sänger des 20. Jahrhunderts. Foto: Public Domain.

Amerika durchlebt im Trumpschen Zeitalter ganz dunkle Tage. Der Kandidat und nun Präsident Donald Trump beschwört immer wieder die „guten alten Zeiten“, als Amerika noch als weißes Land, als führende Nation der Welt wahrgenommen wurde. Die Probleme von heute gab es nicht auf der „Main Street“, denn da waren Minderheiten, Andersdenkende und Andersfarbige nicht erlaubt. „God’s Country“ war christlich, patriotisch, einheitlich – so zumindest erscheint es im Rückblick des Donald. Wenn man ihm so zuhört, dann scheint Trump von den 1950er und frühen 1960er Jahren zu schwärmen, die heile Welt, in die er sich zurück sehnt, ohne dabei die Probleme jener Zeit wahrzunehmen.Man kann sich die Welt auch schön und einfach reden. Doch schon immer waren die USA ein Land in dem es zu Reibungen und Spannungen kam. Lange Zeit wurde das schlichtweg übergangen, immerhin lebte man ja in der „best nation on earth“. Wer jedoch hinhört, der erlebt und findet ein anderes Land. Amerikanische Musiker haben diesen Widerspruch immer wieder in ihren Liedern ausgedrückt. Das Label Smithsonian Folkways, eine musikalische Schatztruhe sondergleichen, zeigte und zeigt diesen Kampf der Kulturen auf beeindruckenden Veröffentlichungen.

Nun, nach den Vorfällen in Charlottesville, hat das Label mehrere Songs online zur Verfügung gestellt, die den Kampf gegen Faschismus und Rassismus aufgreifen, die zeigen, das nicht alles heile Welt ist in diesen USA und darüberhinaus. Ob ein Donald Trump diese wichtige Einrichtung in Washington überhaupt kennt, sei einmal dahin gestellt. Seine Budgetpläne deuten allerdings darauf hin, dass er keinen Wert auf diese Art der geschichtlichen Aufarbeitung legt. Hier geht es zur Webseite „Anti-Fascism and Racial Struggle in Song“.

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