Der fehlerlose Trump

Donald Trump dreht sich die Welt, wie sie ihm gefällt. Sogar den Tod von vier US Soldaten im Niger will Trump für sich nutzen. Erst reagiert er gar nicht darauf, kein Ton an die Öffentlichkeit und schon gar nicht an die Angehörigen, wartet 12 Tage ab, um dann auf die Frage eines Reporters zu antworten, dass er das sowieso viel besser mache als Barack Obama und all seine Vorgänger. Er schreibe Briefe an die Hinterbliebenen, manchmal rufe er auch an, aber er mache viel mehr und alles viel besser als alle Präsidenten vor ihm. Ist klar!

Und dann, als immer mehr Fragen auf die ungwohnte Stille Trumps kommen, wählt #45 dann doch noch die Nummern der Angehörigen. Die sind enttäuscht, denn das was Trump da gesagt haben soll, klingt so, als ob die Soldaten ja gewußt hätten, auf was sie sich eingelassen haben, „Special Forces“ bedeutet eben Spiel mit dem Tod. Eine Witwe ist vor allem darüber enttäuscht, dass der Präsident in dem Gespräch noch nicht einmal den Namen ihres Mannes weiß.

Doch Trump erklärt, alles „Fake News“, die Hinterbliebenen hätten sich über seinen Anruf gefreut, die Aussage einer demokratischen Abgeordneten, die bei dem Gespräch anwesend war, sei „gelogen“. Und das, obwohl die Witwe die Äußerung von Frederica Wilson bestätigt. Aber Trump hat immer Recht, er ist ja immerhin der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika!

Der Hinterhalt, in den die vier „Special Forces“ Soldaten im Niger gerieten, war der erste seiner Art in Donald Trumps Amtszeit. Es werden weitere folgen, weitere Soldaten in den unbekannten Kriegen in Afrika sterben, denn die USA investieren gerade viel Geld, Energie und militärische Präsenz in zahlreichen afrikanischen Ländern. Das reicht vom Niger über den Tschad, den Kongo bis hinüber nach Kenia und Somalia. Es sind keine Armeen, die vor Ort sind, es sind meist „Militärberater“ und kleinere „Special Forces“ Einheiten, deren Einsatz verheimlicht wird, die kaum in der Berichterstattung auftauchen. Geleitet werden diese Einsätze aus dem Africom Headquarters in Stuttgart, Germany. Deutschland ist also im Zentrum der neuen Kriege auf dem afrikanischen Kontinent.

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