Werft den Purschen zu Poden!

King Donald ist mal wieder morgens aufgewacht und hat sich über einen US Senator aufgeregt. Bob Corker steht derzeit ganz oben auf der „Shitliste“ des Präsidenten. Trump tweetete, der „winzige“ Senator aus Tennessee sei „unfähig“, ein „Leichtgewicht“, nur „negativ“ eingestellt, eine „Lachnummer“, die noch nicht mal „als Hundefänger in seinem Heimatstaat Tennessee gewählt“ werden würde.

Donald Trump zeigt hier seinen Regierungsstil, sein Verständnis des Präsidentenamtes. Er regiert auch weiterhin per Twitter, diffamiert, beleidigt, lügt in nur 140 Zeichen und das mit Folgen. Seine Anhänger lieben diesen Stil, auch, wenn es so einiges über sie und ihren Geisteszustand aussagt. Wer diese Art des politischen Diskurses gut findet, dem ist nicht mehr zu helfen.

Trump regiert wie ein König. Nur wer ihm zujubelt, ihm nach dem Mund redet, wer ihn verteidigt, auch wenn es noch so sinnlos, widersprüchlich und peinlich ist, der ist auf seiner guten Seite. Kritik an dem, was er tut, sagt und vor allem tweetet kann King Donald so gar nicht leiden. Er hat immer recht, und wenn nicht, dann biegt er sich die Realität so hin, dass sie seiner Wahrnehmung genehm ist. Das reicht von der Zuschauerzahl bei seiner Vereidigung bis hin zu Telefonaten mit Angehörigen verstorbener Soldaten.

Senator Bob Corker ist ein anerkannter und erfahrener Außenpolitiker, und das über die Partei- und amerikanischen Grenzen hinaus. Erst vor ein paar Tagen habe ich über den Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses geschrieben. Corker befragte den Direktor der staatlichen Entwicklungshilfeorganisation USAID. Es war eine Anhörung, die die Weltsicht und auch die Weitsicht dieses republikanischen Politikers zeigt. Etwas, was ein Donald Trump nie gehabt hat und nie haben wird.

Donald Trump hat eine beschränkte Wahrnehmung. Die Welt definiert sich für ihn aus seinem Blickwinkel. Was anderes lässt er nicht zu, warum auch? Jemand, wie Corker, der ihn und seine Reaktion u.a. öffentlich nach dem Rechtsaußenaufmarsch in Charlottesville kritisierte, verdient nur eins: Häme. Dabei tritt der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika wie ein „Bully“ auf dem Schulhof auf, macht sich sogar über die Körpergröße eines gewählten Repräsentanten dieses Landes lustig. Interessant bei all diesen beleidigenden und zum Teil erniedrigenden Verbalausfällen Trumps ist die Aktion seiner Frau Melania, die eine „Anty-Bullying Week“ in den USA unterstützt. In einer Rede betonte die First Lady: „Mit unserem Beispiel müssen wir Kindern beibringen, dass sie gute Hüter der Welt sein müssen, die sie erben. Wir müssen uns daran erinnern, dass sie immer zuschauen und zuhören. Es ist unsere Verantwortung Kinder dahin zu führen, dass sie die Werte von Empathie und Kommunikation lernen, die die Basis für Freundlichkeit, Achtsamkeit, Integrität und Führungsstärke ist“. Mrs. First Lady, vielleicht sollten sie mal ein ernstes Wort mit dem Mann reden, der der Vater ihres Sohnes ist!

 

 

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