Das Ende einer sinnlosen Debatte

Sturmgewehr der Marke Ruger.

Und wieder starben Menschen an einem Sonntagmorgen im Kugelhagel. Diesmal waren es mindestens 26 Mitglieder einer kleinen Baptistengemeinde im texanischen Sutherland Springs. Der 26jährige Devin Kelley kam mit einem Sturmgewehr der Marke Ruger in die Kirche und schoss um sich, so, als ob es das normalste an einem sonnigen Vormittag sei.

Der Amoklauf von Sutherland Springs war die 377. Massenschiesserei in diesem Jahr in den USA. Präsident Donald Trump, derzeit auf Asienreise, tweetete: „Möge Gott mit den Menschen von Sutherland Springs, Texas, sein. Das FBI & die Polizei sind vor Ort. Ich beobachte die Situation von Japan aus.“ Was er da beobachtet ist mir nicht ganz klar, denn eigentlich ist der Fall eindeutig. Wieder einmal hat ein schwer bewaffneter Einzeltäter ihm unbekannte Mitmenschen erschossen. Einfach so, einen Grund gibt es nicht. Nach dem Terroranschlag von New York tweetete Trump umgehend, drohte dem sogenannten „Islamischen Staat“ mit einem harten militärischen Schlag, ließ die Grenzkontrollen verstärken und wetterte lautstark gegen Demokraten, die für ihn eine Mitschuld an dem Anschlag hätten. Jetzt nach dieser Tat in der texanischen Kleinstadt „beobachtet (er) die Situation“. Auch das ist eine klare Aussage dieses Präsidenten.

Amerika braucht nicht wieder eine „Gun Debate“, eine Diskussion über den viel zu leichten und freien Zugang zu Schußwaffen. Damit sollte endlich Schluss sein, denn diese Debatten sind falsch, unanständig und eine reine Zeitverschwendung. Es gibt einfach in den USA keinen politischen Mehrheitswillen, um weitere Amokläufe, Massenschießereien und jährlich Tausende von Mordopfern durch Schusswaffen zu beenden. Nichts wird sich in diesem Land ändern. Der Waffenbesitz ist ein Grundrecht, das nicht eingeschränkt werden wird. Weder erschossene Kleinkinder in einer Grundschule, noch Konzertbesucher eines Countrymusikfestivals, noch Gläubige am Sonntagmorgen in einer Kirche werden daran etwas ändern.

Wir hier in Amerika sollten endlich damit aufhören nach solchen Taten mehr als Bestürzung zu zeigen. Konsequenzen wird es jetzt, wird es nie geben. Taten wie die am heutigen Sonntag in Sutherland Springs erinnern ein nur wieder daran, dass es eigentlich und überall passieren könnte: im Supermarkt, im Fitnessclub, im Restaurant, auf einer Veranstaltung, in der Kirche. Die Terrorgefahr in diesem Land kommt nicht von außen, sie ist vielmehr schon lange ein Teil des täglichen Lebens in den USA. 377 Massenschießereien im Jahr 2017 sprechen eine deutliche Sprache. Der Terror ist zum Nachbarn geworden.

 

 

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