Here we go again…

Die 30. Massenschiesserei in diesem Jahr, 18 davon waren an Schulen. Diesmal starben an der „Marjory Stoneman Douglas High School“ in Parkland, Florida, mindestens 17 Menschen, 12 weitere wurden verletzt. Die Nachrichtenkanäle überschlugen sich mit ihrer Berichterstattung, Präsident Donald Trump tweetete sein Mitgefühl. Und die große Frage an diesem Mittwoch ist, wann und wo die nächste Bluttat in den USA passieren wird?

Nach dem Schulmassaker in Parkland, Florida. Foto: Reuters.

Dass es wieder so kommen wird, ist klar. Denn Amerika hat ein Problem. Das weiß eigentlich jeder in diesem Land. Sogar Mitglieder einer Militia-Gruppe stimmten mit mir dahingehend überein. Die Zahl der Massenschiessereien und Amokläufe belegen dieses Problem allzu gut. Nur, eine Lösung gibt es nicht. Das zeigt schon alleine die Reaktion eines „Experten“ auf FOXNews am heutigen Nachmittag, der forderte, dass endlich bewaffnete Wachposten vor Schulen patroullieren sollten, um in Zukunft solche Amokläufe wie in Parkland zu verhindern.

Das ist die Antwort derer, die auf mehr Waffen im Kampf gegen die Waffengewalt setzen. Und dieser Wild-West-Vorschlag ist nicht mit einer Forderung nach einem Verbot von Schusswaffen zu vereinen. Die Weltsichten liegen da zu weit auseinander. Die USA sind ein schwerbewaffnetes Land, in dem man einfach sterben kann, wenn man zur falschen Zeit am falschen Ort ist. Und dieser Ort sind nicht die Innenstädte, die sozialen Brennpunkte einer Stadt, die bekannten Drogenumschlagplätze, nein, es sind Grundschulen, es sind Kirchen, es sind Country-Musik Festivals. Es passiert nicht mitten in der Nacht, in aller Dunkelheit, es passiert am Nachmittag in einer Schule, am Sonntagmorgen in einem Gotteshaus, am Abend bei einem Konzert unter freiem Himmel. Egal wer erschossen wird, ob Kleinkinder, Gläubige, Musikfans, nichts hat bislang Veränderungen gebracht. Keine Einsicht, kein Einlenken, kein Umdenken.

Amerika sollte endlich mit der Scheinheiligkeit aufhören, das wäre zumindest ehrlich. Die Berufsbetroffenheit von Politikern und Moderatoren, die erst dazu auffordern für die Opfer und ihre Angehörigen zu beten, um dann einen Tag später das vermeintliche Grundrecht auf Waffenbesitz zu verteidigen, führt nur noch zum Würgereiz. Es wird sich nichts ändern, außer die Zahl weiterer Amokläufe.

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