Bürgerkrieg in den USA?

Bewaffnete Milizen in den USA. Foto: Reuters.

Amerika ist gespalten, das ist nichts Neues. Doch nun hat das Meinungsforschungsinstitut Rasmussen herausgefunden, dass rund ein Drittel der Amerikaner davon ausgeht, dass es in den USA in den nächsten fünf Jahren zu einem bewaffneten Bürgerkrieg kommen wird. 32 Prozent der befragten Republikaner und 37 Prozent der befragten Demokraten sehen das Land kurz vor einem neuen „Civil War“. Rasmussen fragte auch nach, ob die Politik von Donald Trump in Gewalt enden könnte. 59 Prozent der Befragten antworteten darauf mit Ja.

      Milizen in den USA

Auch wenn man seit dem Wahlsieg von Donald Trump nicht mehr viel auf Umfragen gibt, diese Zahlen belegen dennoch erneut, dass Amerika tief gespalten ist und einen sehr beängstigenden Kurs eingeschlagen hat. Vor einigen Monaten produzierte ich für den SWR ein Feature über die bewaffneten Milizen in den USA. Viele dieser zum Teil schwer bewaffneten und selbsternannten Bürgerwehren bereiten sich auf den Tag X vor. Mit der Wahl von Donald Trump sehen sie sich und ihre politischen Überzeugungen im Aufwind. Das zeigte sich auch im Aufmarsch rechter und nationalsozialistischer Gruppen in Charlottesville, die von Milizen „gesichert“ wurden.

Die Ergebnisse der Rasmussen Umfrage unterstreichen jedoch, dass sich nicht nur die extreme Rechte im Land auf einen bewaffneten Kampf vorbereitet. Die Angst (oder Hoffnung) auf einen neuen Bürgerkrieg ist weit verbreitet in den USA. Die Waffen- und Munitionskäufe im ganzen Land nehmen zu. Viele Bürger, darunter auch zahlreiche in der eher liberalen und „Anti-Gun“ Region der San Francisco Bay Area, horten Schußwaffen, wollen „bereit“ sein, wenn es zu gewalttätigen Ausschreitungen und Konflikten im eigenen Land kommt. Was in dem Feature „Im Kampf ums Vaterland“ auch verdeutlicht wird, es gibt in den USA Bestrebungen, Amerika in diese Richtung eines neuen „Civil Wars“ zu drängen. Jeder weitere Schritt in diese Richtung wäre katastrophal.

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