America first, but not alone

Für den 19. und 20. Juli ist eine Anhörung im amerikanischen Wirtschaftsministerium angesetzt. Dabei soll es um die von Präsident Donald Trump ausgerufenen und weiter angekündigten Tarife und Zölle gehen. Schon jetzt liegen dem „Commerce Department“ weit über 2100 Rückmeldungen von Unternehmen, Industrievertretern und Einzelpersonen vor, die zum Teil heftigst die Außenhandelspolitik von Trump kritisieren.

Und unter den Kritikern sind nicht nur Trump-Gegner. Immer mehr „Global Players“ machen deutlich, dass die „America First“ Ideologie am Ende amerikanischen Interessen schaden und amerikanische Jobs kosten wird. Der Automobilkonzern GM erklärte in einer Stellungnahme, Trumps Politik der nicht durchdachten Tarife gefährde GM’s Konkurrenzfähigkeit gegenüber ausländischen Autoherstellern und verteuere die eigenen Produkte. Nicht nur das, diese höheren Kosten würden am Ende an amerikanische Konsumenten weitergegeben werden und wahrscheinlich zu Job Verlusten in den USA führen.

GM ist eine von zahlreichen multinationalen Konzernen, die mehr als besorgt sind über die ausgerufene „America First“ Politik. Trump beachte dabei nicht die Realität des globalen Handels, heißt es. „Die verallgemeinernden und happigen Importzölle für unsere Handelspartner isolieren US Unternehmen wie GM auf dem globalen Markt, der uns daheim schützt und gleichermassen wachsen lässt.“ Die Konsumenten, so der Autokonzern in seiner Erklärung weiter, würden schon bald die höheren Kosten für Autos und Ersatzteile zu spüren bekommen. Am Ende treffe es gerade jene „Kunden, die sich die höheren Preise am wenigsten leisten können“.

Nach Harley Davidson ist GM nun schon die zweite weltbekannte Marke, die in dieser Woche vor der isolationistischen Politik Trumps warnt. Wichtig dabei, es sind nun auch Unternehmen, die gerade bei Trumps Wählerschaft hoch im Kurs stehen, die als traditionelle amerikanische Konzerne eigentlich die „America First“ Ideologie des Präsidenten unterstützten müssten. Doch das Gegenteil ist der Fall. Harley und GM sehen sich als Teil des internationalen Handels und das im Austausch mit „Partnern“, wie immer wieder betont wird. Donald Trump wird diese Nachrichten nicht gerne hören. Noch hat er zu GM kein Tweet abgesetzt, aber das ist nur eine Frage der Zeit.

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