America First gilt nicht für Trump

Donald Trumps Fanartikel und die Modeprodukte seiner Tochter Ivanka werden in asiatischen Billiglohnländern produziert. Und nun heißt es in einem Artikel in der Washington Post, dass Donald Trump für seine Golfclubs, sein Weingut und sein „Winter White House“, Mar-a-Lago, in Florida Anträge beim Arbeitsministerium gestellt hat, dass ausländische Arbeitnehmer angeheuert werden dürfen. Es geht dabei nicht um Experten, sondern um Köche, Servierpersonal und Servicemitarbeiter, die, so das Trump-Unternehmen, nicht in den USA gefunden werden können. „Buy American, hire American“ scheint für den Trump-Clan nicht zu gelten.

Man muss nicht Amerikaner sein, um für den MAGA-Präsidenten in Mar-a-Lago zu arbeiten. Foto: Reuters.

Man kann es heuchlerisch nennen, von einer Doppelmoral sprechen, und doch, es scheint seine Anhänger nicht zu interessieren. Donald Trump hat nach wie vor seine Unterstützer bei den christlichen Fundamentalisten, die ihm seine Scheidungen, seine Affären, seine rassistischen und sexistischen Beleidigungen, wie „grab ‚em by the pussy“ und auch seine tagtäglichen Lügen nachsehen. Sie halfen ihm vielmehr, in dem sie in seinen Clubs, wie Mar-a-Lago, ihre Veranstaltungen buchen, nachdem die Trump Organisation zahlreiche Fundraiser Events nach Trumps kontroversen Äußerungen zu den Vorfällen in Charlottesville verloren hatte.

Auch die Anheuerungsanträge von ausländischen Arbeitnehmern für die Trump-Clubs wird die „America First“-Front nicht aufweichen. Trump hat einen Persilschein, was anderen schadet, wird ihm wohlwollend verziehen. Man muss sich schon fragen, was dieser Mann, dieser Präsident tun muss, um von seiner Basis fallengelassen zu werden. Bislang ist da nichts in Sicht, denn im Wahlkampf und in den eineinhalb Jahren im Weißen Haus hat sich Trump einiges zu Schulden kommen lassen. Nichts, rein gar nichts, hat ihm bislang geschadet. Und das sind keine guten Aussichten für den Wahlkampf 2020.

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