Es wird noch schlimmer

Wer glaubte, Donald Trump würde sich mit den neuen Mehrheiten im Kongress ändern, etwas den Ton runterfahren, auf seine Gegner zugehen, Kritik ernst nehmen, der wird gleich am Jahresanfang eines Besseren belehrt. Trump macht da weiter, wo er im alten Jahr und vor dem Wahltag aufgehört hat. Noch schlimmer, er eskaliert die Situation, wie man es im Haushaltsstreit sehen kann. Trump hat nur seine Basis im Blickwinkel, die ihm huldigt, ihn preist, ihn in den höchsten Tönen bejubelt. Amerika ist Trump egal, er ist auf dem ultimativen Egotrip, den es da gibt. Er ist der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Gewählt mithilfe eines fehlerhaften Wahlsystem, doch gewählt nach den Regeln und Gesetzen dieses Landes.

In den USA kursiert dieser Witz, in dem viel Wahrheit steckt: George W. Bush, Barack Obama und Donald Trump treten vor Gott. Der fragt Bush, was hast Du im Leben gemacht? Bush antwortet, er habe den Terror bekämpft, sein Leben privat umgestellt, versucht, ein guter Mensch zu sein. Gut, sagt Gott, komm zu mir und setz dich neben mich. Gott fragt Obama, was hast Du gemacht? Obama antwortet, ich habe versucht die Menschen der Welt zusammen zu bringen, Frieden zu stärken. Gut, sagt Gott, komm auch du zu mir und setz dich zu mir. Gott fragt Trump, was hast Du gemacht? Trump antwortet, alter Mann, ich glaube, du sitzt auf meinem Platz.

Zwei Tweets von Donald Trump, die alles ausdrücken, für was er steht. Trump hat nicht einfach ein Tweet „re-tweetet“, vielmehr kam dieses Anti-Elizabeth Warren Tweet von ihm. Und Kritik lässt er nicht zu, denn er ist, in seinen Augen, der größte amerikanische Staatsmann schlechthin.

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