Die Geschichte der Eisenbahn durch die USA

Immer weiter westwärts. Der Eisenbahnbau durch die USA. Foto: Andrew J. Russell, OMCA.

Es ist eine Geschichte, die nur in diesem Land geschrieben werden konnte. Der Bau der Eisenbahn von der amerikanischen Ostküste Richtung Westen. In vielen Hollywood-Filmen wurden die Kämpfe um Land und Strecke erzählt. Einer der für mich besten Spielfilme zu diesem Thema ist der Italowestern „Spiel mir das Lied vom Tod“ von Sergio Leone mit Charles Bronson und Henry Fonda in den Hauptrollen.

Vor 150 Jahren, 1869 wurde die Landverbindung zwischen dem Atlantik und dem Pazifik fertiggestellt. Anlässlich dieses Datums werden im Oakland Museum of California die einzigartigen Fotos von Andrew J. Russell gezeigt, der damals im Auftrag der Eisenbahngesellschaft den Bau dokumentieren sollte. Doch seine Bilder zeigen viel mehr als nur die reine Eisenbahnstrecke, die sich Meter für Meter weiter vorschiebt. Russell hielt auch die Herausforderungen der Arbeiter fest, die Veränderungen der Landschaft, die mit dem Eisenbahnbau für die fast noch unberührten westlichen Bundesstaaten kamen und auch, was die „Railroad“ für die Native Americans bedeutete, deren Bedenken, Einsprüche und Warnungen nicht beachtet wurden.

Andrew J. Russells Fotos zeigen ein Land im Auf- und Umbruch. Mit dem Verlegen der Schienen Richtung Westen wurde das Land endgültig verändert, erobert, geeint. Russell zeigt die Schönheit dieses Landes genauso wie den harten Kampf der Arbeiter. Sein Verdienst ist es, dass er nicht einfach nur seinen Job als Dokumentarfotograf erfüllte, sondern auch Zeit fand, das zu sehen und festzuhalten, was neben den Gleisen passierte, was der Bau für Amerika bedeutete. Die Ausstellung „Pushing West: The Photography of Andrew J. Russel“ ist vom 4. Mai bis 1. September 2019 im Oakland Museum of California zu sehen.

Ost trifft auf West. Der Bau der Trasse ist vollendet. Foto: Andrew J. Russell, OMCA.

 

 

 

 

 

 

 

 

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