Kleines Update aus Nordkalifornien

Mehr als 4000 Einsatzkräfte bekämpfen die Flammen. Foto: AFP.

Das Kincade Feuer ist weiter gewachsen und dennoch sind die „Fire Fighters“ optimistisch. Seit gestern morgen, nachdem die heftigen Winde etwas abgeflaut waren, konnten einige wichtige Schneisen errichtet, einige kontrollierte Gegenfeuer gelegt werden. Derzeit sind etwa 15 Prozent des Feuers unter Kontrolle. Man hofft, die Brände bis zum 7. November ganz gelöscht zu haben. Betroffen ist nach wie vor eine Fläche in der Größe von Nürnberg, Fürth und Erlangen. Die große Frage ist derzeit, wie sich die heftigen Winde auf die Brände auswirken werden, die heute Abend erwartet werden. Die kommenden 24 Stunden werden alles entscheidend sein.

Tausende von Einsatzkräften sind vor Ort, einige Evakuierungsmaßnahmen wurden aufgehoben, Tausende Anwohner können wieder in ihre Häuser zurück. Ein Funken Hoffnung gibt es. Dennoch sind nach wie vor Hunderttausende in der Region ohne Strom. Zwar wurden gestern viele Haushalte wieder ans Netz angeschlossen – mein Haus und meine Nachbarschaft blieb allerdings „dark“ – doch für heute Abend ist bereits die nächste massive und weitreichende Stromabschaltung in Nordkalifornien angekündigt worden. Das würde bedeuten, dass ich dann wohl erst am Freitag wieder Strom zu Hause haben werde.

Die Brände in Sonoma County sind auch hier in Oakland, nahezu 100 Kilometer entfernt, deutlich zu spüren. Eine dicke Rauchwolke hängt in der Luft, schon nach kurzer Zeit im Freien bekommt man Kopfschmerzen. Dennoch werde ich gleich mal mit meinem Hund losgehen, nutzt ja nichts, mal sehen, ob ich irgendwo einen Zugang zum Waldgebiet in meiner Gegend finde, der nicht wegen Feuergefahr gesperrt ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Um zu überprüfen, dass Sie eine reale Person und kein Spam-Roboter sind, lösen Sie bitte vor dem EINTRAGEN die nachfolgende kleine Rechenaufgabe, das sogenannte CAPTCHA *