Der Mann brennt nicht in diesem Jahr

Die „Black Rock Desert“ bleibt in diesem Jahr leer.

Nun also auch „Burning Man“. Das alljährliche Festival, oder besser die alljährliche und einzigartige Zusammenkunft von Menschen aus aller Welt im Norden Nevadas fällt in diesem Jahr aus. Am Freitag verkündeten die Organisatoren, dass es 2020 nicht zu „Black Rock City“ in der „Black Rock Desert“ kommen wird.

Es war zu erwarten, dass Covid-19 auch vor diesem gewaltigen Kunst- und Community Event nicht stoppen würde. Zu unsicher ist die Lage, niemand kann die Frage beantworten, wie sich das Virus im Sommer entwickeln wird. Schon viele Wochen vor den eigentlichen 8 „Burning Man“ Tagen, die vom 30. August bis 7. September, dem amerikanischen „Labor Day“. stattfinden sollten, ziehen die ersten Crews der „Burning Man“-Organisation in die Wüste. Die Umzäunung des weiläufigen Areals beginnt, die Infrastruktur im Nichts wird aus dem Boden gestampft.

2016 im Vor-Trump-Amerika stand ich auf der Playa neben einem rund fünf Meter hohen Bären aus Cent Stücken.

Es ist sicherlich ein Schock, aber einer der zu erwarten war. Die erste Absage überhaupt seit dem Beginn von „Burning Man“ im Jahr 1986 in San Francisco und dem Umzug in die Wüste von Nevada 1990. Außer Donald Trump und seinen Glaubensbrüdern und -schwestern denkt wohl niemand in den USA, dass Amerika schon bald zu einem „normalen“ Alltag zurückkehren wird. Und was ist schon normal in diesen Zeiten.

Die BM-Organisation kündigte an, eine Art Online-Festival durchführen zu wollen, doch wie das aussehen, wie es ablaufen, wie es finanziert werden soll, das ist alles noch unklar. Jetzt geht es ersteinmal darum, die bereits verkauften Tickets zurück zu erstatten und zu überlegen, wie es weitergeht. Denn von dem Ausfall des Festivals sind nicht nur die „Burning Man“-Organisation und die rund 80,000 Teilnehmer und Teilnehmerinnen betroffen, auch die umliegenden Gemeinden, zumeist „Native American“ Ansiedlungen, werden in diesem Jahr kürzer treten müssen. „Burning Man“ pumpt nämlich alljährlich rund 75 Millionen Dollar in die lokale Wirtschaft in diesem entlegenden Teil im Norden Nevadas.

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