Terminator terminates se Ex-wife

Arnold Schwarzenegger Portrait ohne seine Exfrau.

Arnold Schwarzenegger Portrait ohne seine Exfrau.

„I’ll be back“. Eines der bekanntesten Zitate der Filmgeschichte und des Österreichers Arnold Schwarzenegger. Und nun ist er wieder zurück. Der Governator kam noch einmal nach Sacramento, um sein Portrait im Regierungsgebäude aufhängen und enthüllen zu lassen. Schon kurz nach seiner Wahl zum Gouverneur von Kalifornien beauftragte der ehemalige Bodybuilder den österreichischen Künstler Gottfried Helnwein ihn zu malen. Helnwein ist vor allem durch seine Plattencover für Bands wie die Scorpions oder auch Rammstein bekannt geworden.

Helnwein malte also für Schwarzenegger, als die Welt noch in Ordnung war im Hause des „First Couples“ von Kalifornien. Doch dann kam heraus, dass Arni eine Affäre mit der Haushälterin hatte und diese von ihm ein Kind bekam. Maria Shriver ließ sich scheiden, das einstige Power-Couple ging fortan getrennte Wege. Doch da gab es dieses kleine Problem. Helnwein hatte auf Wunsch von Arnold Schwarzenegger Maria Shriver auf dem offiziellen Gouverneurs Portrait verewigt. Auf einem Anstecker am Revers des Ex-Regierungschefs, direkt über dem Herzen des Republikaners, war die Frau seines Lebens zu sehen. Also, was tun. Mit blauer Farbe wurde das Bild von Maria übertüncht. Bei genauem Hinsehen sieht man genau da einen Schmierfleck auf dem Portrait, wo vorher die First Lady lächelte.

Eigentlich sollte das „Nachbessern“ ein Geheimnis bleiben, sogar Künstler Helnwein verschwieg die Feinabstimmung. Doch über geheime Kanäle wurde nun bekannt, dass Arnold lieber alleine auf dem Portrait sein wollte. „Hasta la vista, Baby“, ein klare Ansage des Terminators an seine Ex.

„Ich sehe das Ende der Todesstrafe“

Vor ein paar Tagen traf ich in ihrem kleinen Downtown Büro Jeanne Woodford. Sie ist Direktorin von Death Penalty Focus, der größten Todesstrafengegner Organisation in den USA. Lange Zeit drängte ich auf dieses Interview, doch Woodford ist beschäftigt. Am Wahltag im November stimmen die Wähler auch über die Zukunft der „Death Penalty“ in Kalifornien ab. Und die Kampagne für eine Aussetzung der Höchststrafe wird von ihr geleitet.

Death Penalty Focus hätte keine bessere Frau für diese Aufgabe finden können. Mehr als 25 Jahre arbeitete sie selbst in San Quentin, war u.a. Gefängnisdirektorin, mußte dabei vier Hinrichtungen ausführen, arbeitete anschließend für die Schwarzenegger Administration an einer Gefängnisreform. Jeanne Woodford ist ein respektierte und geachtete Frau, belesen, erfahren, analysierend. Ihr macht bei diesem Thema niemand etwas vor. Sie kennt die Fakten und den Alltag auf Death Row, sie weiß, welche Folgen Hinrichtungen für Angehörige der Opfer und des Täters, genauso wie für die Gefänfnismitarbeiter haben. Doch sie kennt vor allem die Zahlen, die belegen, dass die Todesstrafe zu teuer und einfach nicht effektiv ist. Es sei eine „falsche und gescheiterte Politik“, die nichts, aber auch gar nichts mit der „öffentlichen Sicherheit“ zu tun habe.

Jeanne Woodford wirkt im Interview konzentriert doch auch distanziert, nur selten läßt sie persönliche Gedanken und Empfindungen durchblicken. Und wenn doch, wird schnell klar, dass sie sich aus ganzem Herzen zur Aufgabe gemacht hat, ihre langjährigen Erfahrungen im Kampf gegen die Todesstrafe zu nutzen. Immer mehr Bundesstaaten in den USA schaffen die Todesstrafe ab. Woodford ist sich daher sicher: „Es gibt einen Wendepunkt, an dem das US Verfassungsgericht sagt, die Todesstrafe ist nicht länger sozial akzeptabel. An dem Punkt wird sie als nicht verfassungskonform eingestuft. Ich bin mir sicher, in den nächsten 10-15 Jahren wird die Todesstrafe in den USA abgeschafft werden“.

 

 

Death Row am Ende

734 Häftlinge im Staatsgefängnis von San Quentin warten derzeit auf ihre Hinrichtung. Einige von ihnen schon seit über 30 Jahren. Wer in Kalifornien mit dem Tode bestraft wird, stirbt meist eher aus natürlichen Gründen als an einem Giftcocktail. Die Todesstrafe ist nicht schnell, sie kann es auch gar nicht sein.

Und genau das ist der Grund warum nun versucht wird, die Todesstrafe in Kalifornien ganz abzuschaffen. Den Bundesstaat quälen finanzielle Sorgen. Überall und an allem wird gespart. In der Bildung, in öffentlichen Einrichtungen, Dienstleistungen, in State Parks. Warum also nicht auch im Strafvollzug, denn Tatsache ist, die Unterbringung der Todeskandidaten und der langwierige Prozess von der Verurteilung bis zur Hinrichtung ist um ein vielfaches teurer als eine lebenslängliche Haftstrafe.

Jeanne Woodford, die 30 Jahre lang selbst in San Quentin arbeitete, als Wärterin, als Direktorin und schließlich in die Adminstration von Gouverneur Schwarzenegger berufen wurde, ist nun die Direktorin von Death Penalty Focus. Die Todesstrafengegner haben Hunderttausende Unterschriften gesammelt, damit im Herbst am Präsidentschaftswahltag auch über die Zukunft der Höchststrafe in Kalifornien abgestimmt wird. Im NZ-Interview hat Jeanne Woodford erklärt, dass es vor allem ums Geld geht und sie deshalb durchaus davon überzeugt ist, dass noch in diesem Jahr die Todesstrafe in Kalifornien abgeschafft wird.

Zum Them hier ein Audiobeitrag:

Todesstrafe in Kalifornien     

Behördenchef erschießt Berglöwen

Sein Job ist, die Tiere in Kalifornien zu schützen. Dazu gehört auch, dass seit 1972 bestehende Abschussverbot von Berglöwen einzuhalten. Doch Daniel Richards, Präsident der „California Fish and Game Commission“, der quasi Jagdaufsichtsbehörde im Bundesstaat, muß sich nun Rücktrittsforderungen stellen. Richards war zu einem Jagdaufenthalt nach Idaho gefahren, hatte dort 7000 Dollar gezahlt, um einen Berglöwen jagen zu dürfen. Nicht nur das, er fand auch einen ruhig auf einem Ast liegend, erschoß ihn und posierte dann für ein Bild, das anschließend veröffentlicht wurde. Darunter der Kommentar von Daniel Richards: „Ich bin froh, dass es legal in Idaho ist“.

Mehr als 40 Abgeordnete des kalifornischen Parlaments und auch weitere hohe Regierungsmitglieder fordern nun den Rücktritt Richards, der 2008 von Gouverneur Arnold Schwarzenegger eingesetzt wurde. Der Vize-Gouverneur Kaliforniens, Gavin Newsom, erklärte, Richards solle seinen Hut nehmen, denn „Ihre Handlungen entsprechen nicht den Werten der Menschen in Kalifornien“.

Der grüne Gouvernator geht in die Lüfte

Arnold Schwarzenegger

Deutsche Delegationen kommen gerne nach Kalifornien, Sommer, Sonne und Urlaubsatmosphäre sind schon etwas besonderes. Dazu kommt, dass der westliche Bundesstaat und Deutschland viel gemeinsam haben. Beide setzen verstärkt auf Umwelt- und Zukunftstechnologien. Gouverneur Arnold Schwarzenegger, selbst als Republikaner ins Amt gewählt, präsentiert sich gerne als grüner Politiker, der Kalifornien als umweltfreundlichsten Staat in den USA darstellt. Ganz bewusst sucht er den Schulterschluss mit Europa. Im Amtssitz in Sacramento kommen deshalb auch immer wieder Umweltpolitiker und Vertreter von „grünen“ Produkten und Unternehmen zusammen.

Doch der einstige Mister Universum langweilt sich in Sacramento. Die kalifornische Hauptstadt hat er selbst einmal als „lahmes Dorf“ bezeichnet. Seinen Wohnsitz hat Schwarzenegger deshalb weiterhin in Brentwood, am Rande von Los Angeles, rund 600 Kilometer von Sacramento entfernt. Aber, da er ja zumindest unter der Woche seinen Geschäften als Regierungschef nachgehen muss, jettet der „grüne Gouverneur“ tagtäglich im privaten Gulfstream Jet hin und her. Multimillionär Schwarzenegger hat kein Problem damit, die 10.000 Dollar pro Flugstunde aus seiner eigenen Tasche zu zahlen. Er sei lieber am Abend bei seiner Familie, als in einer Hotel Suite in Sacramento zu sein, begründet er den luftigen Taxitrip.

Auf den Vorwurf, er verseuche mit seinem Rumgefliege nur die Luft, antwortete Schwarzenegger, er kaufe sich „Carbon Credits“, damit er die freigesetzten Treibhausgase seines eigenen Gulfstream Jets ausgleichen kann.
Politikerkollegen schlugen dem Gouvernator schon vor, er solle sich in Sacramento doch ein nettes, passendes Haus kaufen. Das könne er ja nach seinem Ausscheiden aus dem Amt grosszügig dem nächsten Regierungschef überlassen.