Ein neuer Kriminaler im Einsatz

Wahrscheinlich bin ich nicht fürs Rezensieren von Büchern geeignet, denn ich verstehe den Buchtitel nicht: “Der Sandner und die Ringgeister”. Wo bitte schön tauchen in diesem Buch Geister auf? Bin ich deppert oder was? Und damit haben wir auch schon gleich den Schwachpunkt des Erstlingswerks von Roland Krause aus dem Weg geräumt. Wenns mehr nicht ist! Ist aber so. Das wars. Also, tolles Buch, viel Sprachwitz, eingängige und nachvollziehbare Beschreibungen und vor allem ein Hauptkommissar, der so eine Mischung aus Schimanski, Colombo und eben Roland Krause ist. Damit könnte ich schon jetzt einen Schlußstrich unter diese Besprechung ziehen und Punkt und Aus…..

Na, ein bißchen kann ich noch was dazu sagen. Ein Mord in München, viele Nebenschauplätze und trotzdem geht man hier nicht verloren. Ich bin weder Krimi noch München Fan (für alle Franken und München Hasser unter den potentiellen Lesern, Roland Krause wohnte lange Jahre in Nürnberg und hätte auch dort die Szenerie durchspielen lassen können). Der Ort spielt aber in dem Buch überhaupt keine Rolle. Die Geschichte könnte überall spielen, sogar in Fürth oder Castrop Rauxel. Der teils bayerische, doch verständliche Dialekt verleiht dem ganzen sogar noch einen gewissen Charme, muß ich ehrlich zugeben. Der Sandner kommt sympathisch daher geschlappt, nicht wie der faltige Derrick mit seinem Hampel Harry und auch nicht wie ein onkelhafter Walter Sedlmayr in Polizeiinspektion 1.

Roland Krause hat hier eine ganz neue Kommissarperson für München entstehen lassen, eine mit Fehlern, menschlichen Schwächen, eigenem Schädel und dennoch sympathisch und wie der Nachbar links drüben. Das Buch ist schnell gelesen, nicht weil es so dünn ist wie einJerry Cotton Heftchen, sondern weil man es einfach nicht zur Seite legen kann. Der Sandner ist ein Polizist, wie man ihn sich, zumindest als Leser, wünscht. Man kann nur hoffen, dass Autor und Verlag schon bald mit einem neuen Fall für den Sandner aufwarten….ich will mehr…. Ach ja, und noch was, beim Lesen konnte ich mir richtig gut eine neue Fernsehkrimiserie mit dem Sandner vorstellen. Also, Herr Krause, schreibens weiter!!!

Die Nilquelle und Nürnberg

Grabstätte von Richard Kandt in NürnbergNicht weit von Albrecht Dürer entfernt findet man auf dem Johannisfriedhof das Grab von Richard Kandt, dem Entdecker der Nilquelle und dem Begründer der ruandischen Hauptstadt Kigali. Einer der bedeutendsten deutschen Afrikaforscher hat damit seine letzte Ruhestätte in Nürnberg gefunden. Ein Spaziergang über den Johannisfriedhof eröffnet einem wunderbare Geschichten und Geschichte.
Hier ein Audiobeitrag über das Leben und Wirken von Richard Kandt:

      Richard Kandt

Quer durchs Land und zurück

Sitze in aller Hergottsfrühe am Flughafen in Indianapolis. Na ja, so früh ist es auch nicht mehr, aber als „freier Journalist“ gewöhnt man sich daran, dass man morgens nicht unbedingt um 6 aufstehen muss. Ausserdem bin ich wohl eher ein Nachtmensch als ein Frühaufsteher.

Ich bin in Indianapolis, weil ich gestern an der Ben Davis High School über „1989 – the year the Berlin Wall came down“ gesprochen habe. An der High School gibt es auch einen Sender, WBDG, der schon seit Jahren mein Radio Goethe Programm ausstrahlt. Über diese Verbindung kam es zu dieser erneuten Einladung. Im letzten Jahr war ich schon mal hier, damals ging es um die Geschichte/Entwicklung der deutschen Musikszene. Gestern kam ich an, quer durchs Land, drei Stunden Zeitunterschied und nun geht es zurück. Wat’n Stress.

Aber solche Besuche sind durchaus interessant und bringen auch was. Letztes mal hatte ich kurz mit Jon von WBDG über die High School gesprochen und dabei erfahren, dass es an der Schule auch eine Deutschklasse gibt. Davon hatte ich dann meiner Bekannten Dagmar Freitag (MdB) aus Iserlohn erzählt, die wieder auf der Suche nach einer Partnerschule war. Zuvor hatten wir schon die Nordhoff High School in Ojai mit einem Gymnasium in Hemer verbandelt. Und dadada…. nun gibt es auch ganz offiziell eine Schulpartnerschaft zwischen der Ben Davis High School und einem Gymnasium in Iserlohn. Toll! Und nur wenige Tage vor meiner Ankunft ist die erste Gruppe von deutschen Schülern wieder abgefahren. Der Austausch ist also bereits angelaufen, im März fährt die erste Gruppe von hier nach Iserlohn.

Und nun sitze ich hier am Flughafen und warte auf meinen Flieger nach Las Vegas, von dort dann weiter nach Oakland. Heute Abend habe ich wieder meine Live-Sendung auf KUSF, zuerst wird es in der Magazinsendung die Rede von Angela Merkel vor dem Kongress geben und danach….ja, Mucke eben. Der gute deutsche Sound wird den Äther von San Francisco und Umgebung erfüllen. Auch schön!

Ölpest vor San Francisco

Öl verklebte VögelAm Freitagabend liess ein Schiff unter panamischer Flagge beim Auftanken 400 bis 800 Gallonen schweres Öl in die San Francisco Bay ab. Das ganze ereignete sich ungefähr zweieinhalb Meilen südlich der Bay Bridge. Und irgendwas lief mal wieder schief, denn erst rund eine Stunde später wurden Schwimmbarrikaden um das Schiff gezogen. Was genau auf der „Dubai Star“ passierte und was zum Öl Ablassen führte ist noch unklar. Klar ist nur, dass das sehr fragile Ökosystem der San Francisco Bay schweren Schaden genommen hat. Am Wochenende versuchten Helfer an den Stränden angeschwemmte Ölbrocken einzusammeln und mit Öl verklebte Vögel zu bergen.

Nischt geht mehr

Bay Bridge ArbeitenDrei schlappe Stunden dauert derzeit die Hin- und Rückfahrt von Oakland nach San Francisco im Berufsverkehr. Die Bay Bridge, die beide Städte verbindet und mit rund 230.000 Autos täglich eine wichtige Hauptverkehrsader in Kalifornien ist, ist weiterhin geschlossen. Seit Dienstagabend arbeiten die Ingenieure und Crews ohne Unterbrechung daran, das Problem zu beheben.

Zum abendlichen Berufsverkehr am Dienstag stürzte ein „I Beam“, ein 5000 Pfund schwerer Stahlträger auf die Fahrbahn, der erst Anfang September angelegt worden war. Damals zum „Labor Day“ war die Brücke ebenfalls für den Verkehr gesperrt worden, um ein Behelfsstück für den Neubau auf der Ostseite der Bay Bridge einzusetzen. Während dieser geplanten Arbeiten entdeckten Ingenieure, dass Risse im Stahlkonstrukt der 70 Jahre alten Brücke aufgetreten waren und verstärkten mit dem Stahlträger die Kabel. Was sie anscheinend dabei nicht beachteten war, dass die Schwingungen von täglich 230.000 Fahrzeugen und der ständig wehende Wind über der Bay das ganze lockern würden. Am Dienstag, nach nur wenigen Wochen, war es eben soweit, der Stahlträger kam runter, beschädigte „nur“ drei Fahrzeuge.

Und nun geht eben nichts mehr. Wie es heisst, soll eventuell der Verkehr am heutigen Nachmittag wieder fliessen. Die Probleme auf der Bay Bridge machen eines jedoch ganz deutlich, zu lange schon wurde der Strassenbau in Kalifornien vernachlässigt. Es grenzt an ein Wunder, dass bislang nicht mehr Stahl und Beton auf die Autofahrer herunter prasselte. Die Ausgaben für das Strassennetz im Bundesstaat wurden regelmässig gekürzt oder eingefroren, was deutlich zu sehen ist. Kommen Sie in Los Angeles oder San Francisco an, fahren Sie mit dem Auto auf die nahegelegenen Autobahnen „405“ oder „101“ und Sie werden schnell merken, von was ich spreche. Oberstes Gebot: auf Schlaglöcher aufpassen, möglichst schnell unter Brücken und von Brücken kommen.

Verkehrschaos

Ein „Traffic Nightmare“ war es schon heute zum abendlichen Berufsverkehr. Und morgen früh soll es noch schlimmer werden. Gegen 18 Uhr riss ein Kabel auf der Bay Bridge, die San Francisco und Oakland verbindet. Erst vor ein paar Wochen wurden genau an dieser Stelle Risse im Stahl entdeckt und ausgebessert. Heute jedoch stürzten Metallteile auf die Fahrbahn. Mehrere Autos wurden beschädigt, glücklicherweise dabei keine Personen verletzt. Nun ist die Brücke erst einmal total gesperrt, für wie lange steht noch in den Sternen.

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Warnung: Kinder und Hunde

Kind und Hund

Gerade bekam ich die folgende Mail mit dem dazugehörigen Photo:

„If you are an owner of a dog that belongs to a ‚dangerous breed‘ category, and you also have a child or a visiting small child, please take this as a warning.
Don’t leave your dog with a small child unattended, under any circumstances!!!
Only one little moment was enough for the following to happen.“

Vielleicht hätte man den Kleinen doch nicht mit dem Hund alleine lassen sollen…

Legaler Kreditkartenschwindel

KreditkartenIn den USA zahlt man eigentlich immer und überall mit der Plastikkarte. Beim Tanken, im Supermarkt, im Restaurant. Dann bekommt man am Monatsende seine Rechnung und zahlt, zahlt nicht oder eben den Mindestsatz von ein paar Dollar. Letzteres hat allerdings zur Folge, dass man einen ziemlichen Schuldenberg anhäuft und das auf ganz legale und auch gewollte Weise.

Die Kreditkartenunternehmen finden das natürlich in Ordnung, denn mit den Zinsen und Zinseszinsen verdienen sie richtig, richtig gut. Nun allerdings, im Zuge der Wirtschaftskrise und der neuen Regierung in Washington, sollen ein paar Änderungen für Kreditkartennutzer und -anbieter kommen, die die Verbraucher schützen sollen. Die Unternehmen wollen deshalb noch schnell einiges vorab ändern, um auch weiterhin den dicken Reibach machen zu können. Eine Änderung, die bereits von etlichen Banken vorgeschlagen wurde ist, die Leute mit zusätzlichen Gebühren zu belasten, die ihre Rechnungen voll und ganz am Monatsende begleichen (!). Richtig gelesen, wer in den USA keine Schulden macht, soll also in Zukunft noch eine drüber gebraten bekommen. Man bekämpft also die amerikanische Schuldenkrankheit mit einer weiteren Infektion. Auch ein Weg…

Bärenstark

Bär im YosemiteBären bevorzugen Minivans. Das hat nun eine Studie herausgefunden, die sich mal genauer mit den Zahlen von aufgebrochenen Autos im Yosemite Nationalpark befasste. Die Wahrscheinlichkeit liegt demnach viermal höher, dass sich dort ein Bär das Auto von innen ansieht und nach Fressen sucht, wenn man mit einem Minivan unterwegs ist. Das liegt sicherlich daran, dass diese Art des fahrbaren Untersatzes eher eine Familienkutsche ist, die Kleinen auf dem Rücksitz gerne mal mit Erdnussbutter bestrichende Sandwiches rumschmieren oder andere Leckereien rumsauen. Das zieht dann des nächtens Bären an, die ganz gezielt Minivans raussuchen, denn da gibt es aus Bärensicht immer was zum Schleckern.
Der Schaden ist dann meist erheblich. Von eingeschlagenen Fenstern bis zu aufgebrochenen Autotüren, ganz zu schweigen von den zerrissenen Sitzen im Innenraum. Man fährt also wohl besser mit einem Zweisitzer nach Yosemite und isst nichts unterwegs.

Interview mit Rammstein

rammsteinDie neue Platte steht in den Läden. „Liebe ist für alle da“ ist das sechste Studioalbum der Berliner Schwermetaller. Fans weltweit haben lange auf diese Veröffentlichung gewartet. In Online Foren und Boards ging es seit gut einem halben Jahr rund, denn klar war, Rammstein sind auf dem richtigen Kurs. Die Songs wurden im kalifornischen „Wine Country“ nördlich von San Francisco eingespielt. Im November nun beginnt die Tour, quer durch Europa. Grosse Festivaltermine für das kommende Jahr sind auch schon festgelegt worden, u.a. spielen Rammstein als Headliner bei „Rock im Park“ in Nürnberg.

Hier nun ein aktuelles Telefoninterview mit Rammstein Gitarrist Paul Landers:

      Paul Landers: