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San FranciscoDie “City by the Bay” hat Riesenprobleme. Schlappe 522 Millionen Dollar ist das Haushaltsloch gross. Da hilft eigentlich so gut wie gar nichts. Man kann zwar Gebühren für allerlei Bürgerserviceleistungen und Preise für Fahrscheine des öffentlichen Nahverkehrs anheben, man kann auch mal Angebote reduzieren oder Öffnungszeiten für Museen verkürzen, aber irgendwie kommt man da am Ende auch nicht auf diese magische Zahl 522 Millionen Dollar. Das ist doch alles nur ein Geschiebe von Pennies.

Nun greift Bürgermeister Gavin Newsom zu radikalen Hilfsmassnahmen. Er hat 15.000 seiner 26.000 städtischen Angestellten gekündigt. Ratzfatz haben diese 15.000 am Freitag ein Entlassungsschreiben bekommen.  Und das ging quer durch die Bank. Vom Müllmann bis zum Lehrer, vom Sachbearbeiter bis zum Ingenieur. Das Geheule war gross, auch wenn Newsom erklärte, er werde die meisten wieder einstellen, denn die Idee hinter dieser Kündigungswelle ist, dass er die städtisch Bediensteten zu anderen Konditionen wieder an ihren Job holt. Newsom hatte im Vorfeld versucht einen breiten Einschnitt bei den Gehältern durchzusetzen. Doch das ist ihm nicht gelungen. Die Gewerkschaften zogen nicht mit. Also schmeisst er nun fast alle raus, die 40 Stunden in ihrem Vertrag haben, stellt sie dann wieder mit Verträgen für 37,5 Stundenwochen ein, zahlt ihnen 6,25 Prozent weniger Gehalt und spart damit einen riesigen Batzen Geld.

Das ist doch auch mal ein Weg, um das Haushaltsloch zu flicken. Allerdings wäre es ja zu leicht, wenn das alles ohne Probleme über die Bühne gehen würde. Schon jetzt haben etliche Arbeitnehmerorganisationen heftigen Widerstand gegen diese Vorgehensweise angekündigt. Gavin Newsom kann sich also auf was gefasst machen. Doch ihm kann es egal sein, denn er steht nicht mehr zur Wiederwahl an. Als er vor drei Jahren noch im Wahlkampf war, “erkaufte” er sich die Stimmen der mächtigen Polizei- und Feuerwehrgewerkschaften mit einem Gehaltszuschlag von 23 Prozent über vier Jahre. Politik ist schon ein seltsames Geschäft.

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Deutsch im Nordwesten

Ich bin gerade in Seattle. In den letzten Tagen ging es an verschiedenen Universitäten in der Region und an den Deutschprogrammen dort um die deutsche Musikszene. Habe ausgeholt und den Bogen von den Anfängen in den 60er Jahren bis heute gespannt.

Das Interesse war und ist da. Was mich vor allem freute, der Grossteil der Professoren und Studenten kennt sich gut aus und kam auch mit gezielten Fragen. Ich bin begeistert, denn mit Musik lassen sich kulturelle Brücken schlagen.

Immer wieder wurde nach Peter Fox gefragt, der zwar in den USA nicht veröffentlicht ist, aber seine Songs sind dennoch bekannt.
Und natürlich Rammstein, hier warten schon einige auf die anstehende US und Kanada Tournee im Herbst.
Heute geht es noch an eine Uni in Tacoma, am späten Nachmittag fliege ich dann zurück nach Oakland.

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Tsunami: Ein Audiobeitrag

HawaiiDie Erde bebte in der Nacht in Chile und sandte einen Tsunami um die halbe Welt. 16 Stunden später traf die Welle auf Hawaii. Doch die Inselgruppe hatte Glück. Man ging im Vorfeld von einer Katastrophe aus, bereitete sich auf das schlimmste vor, doch dann kam alles ganz anders. Die Welt war live am Fernsehen dabei als eigentlich nichts geschah.

Dazu ein Audiobeitrag: Tsunami

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“Boooooring!”

Das war eines der langweiligsten Live Fernsehereignisse, das ich je erlebt habe. Da sitzt man vor CNN und schaut auf die Wellen vor Hawaii. Und nicht, dass CNN Fernsehkameras vor Ort hat, oder zumindest mal die Kollegen auf der Insel gebeten hat, Live Bilder zu liefern. Nö, da steht einer mit seinem Laptop auf dem Balkon eines Hotels, hat Skype an und funkt diese Funzelbilder via CNN um die Welt. Ich glaube es nicht! Und da sitzt man und schaut sich die Wellen an diesem schönen Badetag an.

Das dachten sich wahrscheinlich auch so einige, die dort leben. Denn es waren etliche Surfer im Wasser. Nach dem Motto “let’s ride this sucker”. Na ja, ist ja gut, dass nichts passiert ist, aber so was im Fernsehen live zu verfolgen beansprucht schon die Nerven. Man könnte das vergleichen mit einer Live-Schaltung ins Nürnberger Einwohnermeldeamt. Spannung pur…

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Der Blick aufs Meer

Es ist schon irre, auf Hawaii wartet man auf das, was da kommt. Und keiner weiss genau, was es sein wird. Es könnte nur ein Alarm sein, es könnte aber auch eine riesige Welle auf die Inseln zurauschen. Die Hörer der Lokalradios werden aufgerufen daheim zu bleiben, wenn sie nicht in einer Flutgegend leben. Wenn sie allerdings tiefer liegen, sollen sie ruhig und besonnen packen und sich zu Notunterkünften aufmachen. Die Telefonleitungen sollen frei bleiben. In den Supermärkten stehen die Menschen Schlange, um sich noch für den Notfall einzudecken. Strassen werden von der Lokalpolizei gesperrt.

Alle sind ruhig auf Hawaii, immer wieder wird betont, dass man dem ganzen mit einem “Aloha Spirit” entgegen blicken soll. Das gute an der aktuellen Situation ist, dass man sich schon Stunden auf die unausweichliche Naturkatastrophe vorbereiten kann. Die Welle kommt…

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Bis zu 2,50 Meter soll die Welle sein, die auf Hilo zurollt. Vor ein paar Jahren war ich dort im Urlaub. Downtown Hilo auf Big Island liegt sehr niedrig und im Falle einer so gewaltigen Welle wird es katastrophale Folgen für den dortigen Innenstadtbereich haben. Der Flughafen von Hilo wurde bereits gesperrt, Anwohner und Touristen ziehen sich zurück.

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Die Welle kommt

Höre  gerade einen Radiosender in Honolulu. Sie berichten über die kommende Welle, der Tsunami kommt, das steht fest. Aber auch mit dieser Aussicht machen sie noch Scherze. Mal heisst es die Welle trifft Hawaii um 11.19 Uhr Ortszeit, mal um 11:04 Uhr. Einer der Moderatoren meinte zu dieser Meldung der Behörden: “Kein Wunder, dass man von Mutter Natur spricht. Denn wenn es Vater Natur wäre, dann wäre der Zeitpunkt klar”.

Unterdessen hat sich Präsident Obama in Washington im “Situation Room” eingerichtet. Dort laufen alle Informationen über die Naturkatastrophe zusammen und er wird von allen Seiten über den Tsunami unterrichtet.

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Tsunami Warnung

Chile ErdbebenNach dem verheerenden Erdbeben in Chile, bereitet sich der pazifische Raum auf einen riesigen Tsunami vor. Auf Hawaii laufen bereits Evakuierungen und die Notfallpläne wurden hervorgeholt. Die Menschen wurden aufgefordert niedrigere Regionen zu verlassen. In typischer Hawaii Mentalität ruhig und mit “Aloha”, wie es ein Radiosender verkündete.

Auf Hawaii rechnet man mit einer riesigen bis zu 1,70 Meter hohen Welle. Hier die offizielle Warnung der “National Oceanic and Atmospheric Administration“: Tsunami Warnung

In Kalifornien erwartet man eine kleinere Welle, die glücklicherweise genau dann die Küstenregionen treffen wird, wenn Ebbe ansteht.

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Im Wahnsinn gepflegt

Kalifornien steht vor riesigen Problemen. Wo soll man da anfangen…der Staat ist hoch verschuldet und gespart wird überall. Lehrer werden entlassen, Bibliotheken geschlossen, Strassen haben riesige Löcher, öffentliche Parks geschlossen, Gebühren und Steuern erhöht, die Arbeitslosigkeit steigt, soziale Einrichtungen versinken in ihrer Arbeit… Das sind nur ein paar Beispiele, was hier gerade in Kalifornien los ist.

Aber die Abgeordneten im Parlament in Sacramento haben nur das Wohlbefinden der Bürger im Kopf. Von daher muss man die Verabschiedung der folgenden Initiative verstehen. In der ersten Märzwoche soll ab nun eine “fluchfreie Woche” sein. Kalifornienweit. Jeder Bürger ist dazu aufgerufen, in diesen Tagen keine Schimpfwörter zu benutzen. Also kein “Pottymouth”, vielmehr Lobgesang und Preisung, gewähltes Ausdrücken und Schönrederei. “What the f…, doesn’t f…..California have other f….. problems?” war alles, was ich dachte, als ich das lass. No Cussing ClubDas ganze geht zurück auf die Initiative eines Schülers an seiner lokalen High School in South Pasadena. Dort hatte er einen “No Cussing Club” gestartet, also eine Gruppe, in der nicht geflucht werden durfte. Und das hat sich auf andere Schulen ausgebreitet und erreichte schliesslich so einen Parlamentarier in Sacramento, der davon tooootal begeistert war. Alleine mein Blick aus dem Fenster könnte mich jetzt zu Schimpftiraden gegen diesen gewählten Knaller hinreissen, aber ich lasse es mal, lehne mich zurück, grinsend und sage nur, Nürnberg mach Dich bereit. Denn der 16jährige McKay Hatch hat grosses vor. Er will die Welt vom Fluchen und von Schimpfwörtern befreien. Nächstes Jahr plant er eine Welttournee im Kampf um das gepflegte Wort, Deutschland soll bereits auf seiner Reiseliste stehen.

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Tod des Monstertrucks

HummerAm Mittwoch war das Geheule gross. Nach Saturn und Pontiac begräbt GM nun auch die von Anfang an überflüssige Automarke Hummer. Die Chinesen kaufen den Monstertruck nun doch nicht. Sie winkten dankend ab. Und auch die Pläne von einigen Investoren das Unding irgendwie weiter produzieren zu können sind ausgeträumt. Kredite fielen durch, der Hummer  wird eingestampft.

Im letzten Jahr verkauften sich gerade mal noch 9000 Spritschleudern, nur noch ein Drittel von dem, was im Jahr zuvor von den Händlern abgesetzt wurde. Die steigenden Benzinpreise hatten selbst die Amerikaner zum Einlenken gebracht. Sogar das “sparsame” H3 Modell liess gerade mal 16 Meilen pro Gallone hinter sich. Nicht genug in der Ölkrise.

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