Eine Stimme weniger

Brian Burgess.

Brian Burgess.

Nach 28 Jahren ist Schluss. Brian Burgess, bekannt in der Nürnberger Radiolandschaft als „Captain America“, zieht die Reißleine. Er hört auf, geht von Bord. Brian brachte ein Stück Amerika und „American Radio Personality“ nach Franken. Seine Moderationen, sein Stil waren locker. Er konnte über sich selbst lachen und gerade diese Natürlichkeit kam an bei den Hörerinnen und Hörern, die gezielt und bewußt einschalteten. Er belebte die Radiolandschaft in der Metropolregion.

„Rock Zock“ auf Gong 97,1 war ein Urgestein der Hard’n Heavy Metal Fans im Großraum Nürnberg. Hier moderierten Brian Burgess und Sonny Hennig. Manchmal klang es einfach drauflos und doch, auch das ist gekonnt. Immer war es locker und unterhaltsam. „Rock Zock“ mit Burgess und Hennig war ein Unikum in der Radiolandschaft. Und dann die Musik, die wohl nirgends sonst so zusammengemixt gespielt wurde. Eine Mischung aus den Großen der Hard Rock Genres und den lokalen und regionalen Bands. Toll gemacht! „Rock Zock“ wird mit dem Ausscheiden von Brian Burgess noch weiter geführt, aber beschnitten. Das wichtige Wort hier ist „noch“.

Wieder einer geht, ein weiterer Abgesang auf die mittelfränkische Radiolandschaft folgt. Brian wurde nicht gegangen, wie viele vor ihm. Er wählte seinen Ausstieg, hatte die Zeichen der Zeit erkannt. „Captain America“ ist kein Moderator für vorgesetzte Mod-Breaks und vorgefertigte Mod-Meldungen. Bis hierher und nicht weiter. Dieser Schluss ist ihm hoch anzurechnen. Mit ihm wird eine Stimme auf der Antenne fehlen, die markant und einzigartig für Nürnberg war. Ein bißchen weite Welt im ansonsten lahmen Dudelfunk.

 

Comic Heft für 40.000 Dollar

Ein Comicladen Besitzer aus Richmond, Virginia, hat aus Ärger über den Ausgang eines Comics die rare Nummer Eins der Serie versteigert. Knapp 40.000 Dollar erbrachte die Auktion für das erste Heft von „Archie“.

Der 67jährige Dave Luebke war darüber verärgert, dass Archie im Heft 600 Victoria einen Heiratsantrag macht und nicht, wie allseits erwartet, Betty. 99 Prozent der Leser, so Luebke, seien mit diesem Lauf der Dinge überhaupt nicht einverstanden, deshalb seine drastische Reaktion. Victor Gorelick, der verantwortliche Redakteur des Archie-Comics erklärte zwar, man solle doch erstmal abwarten, was genau passiere, doch das hielt Luebke nicht zurück. Wahrscheinlich war der fette Scheck im Austausch für das Comicheft auch ein Grund „Archie #1“ loszuwerden.