Amerika hat ein Sicherheitsproblem

Nach dem 11. September 2001 änderte sich alles an den amerikanischen Flughäfen. Zuersteinmal ist jeder verdächtig. Die Zahnpasta, das Duschgel, das Deo, der eingekaufte Wein, alles könnte ja was anderes sein, als auf dem Label steht und zum Sprengen des Fliegers genutzt werden. Im Schuh trägt man so lange eine Bombe, bis alles durchleuchtet und chemisch abgeklärt ist. Man wird durchleuchtet, Gepäck wird geöffnet, Daten für USA Reisende werden schon vor dem Abflug an eine riesige Datenbank gesendet. Und Zehntausende von Menschen können überhaupt nicht mehr in die USA fliegen oder per Flugzeug die USA verlassen. Die „No Fly List“ ist streng geheim, kein Sterblicher weiß, wie man darauf kommt und vor allem, wie man wieder runter kommt von dieser ominösen Liste.

Und nun ist ein 16jähriger am Sonntag einfach so und ohne Ticket vom kalifornischen San Jose nach Hawaii geflogen. Er hatte Streit mit seinen Eltern, rannte weg. Am Flughafen kletterte er über einen Zaun, ging auf eine Maschine der Hawaiian Airlines zu und krabbelte dort in den Fahrwerksschacht. Der Flieger hob ab und landete nach fünfeinhalb Stunden auf dem Flughafen Maui. Der Junge kletterte aus seinem Versteck und wurde von Airline Mitarbeitern entdeckt, die Polizei wurde gerufen und nun rätselt man, wie der 16jährige den Flug in rund 10 Kilometern Höhe bei mangelnder Sauerstoffzufuhr und bei Minustemperaturen von 40 – 50 Grad überleben konnte. Scheinbar lag der Junge den Großteil des Fluges ohnmächtig im Radschacht. Und nicht nur das, die Sicherheitslücke im scheinbar soliden Sicherheitsnetz ist riesig. Homeland Security ist eingeschaltet worden und versucht nun zu klären, wie es zu dieser ungewollten Mitreise kommen konnte. Der Ausreißer hat nun einige mit seiner unbedachten Flucht vor riesige Probleme gestellt. Die vielgelobte Sicherheit auf Flügen seit „9/11“, das Schulterklopfen der Politiker und Sicherheitsfanatiker in den USA muß nun ganz neu beleuchtet werden.

Der Junge wird derzeit genauestens untersucht, ob er einen Schaden von seinem Mitflug davon getragen hat. Experten meinen, dass solche blinden Passagiere wohl gar nicht so selten sind, sie einfach beim Ausfahren des Radwerks tot ins Meer fallen würden. Einige glauben noch immer an einen schlechten Scherz und sind davon überzeugt, dass der Junge nicht die Wahrheit erzählt. Doch klar ist, das belegen Kameraaufzeichnungen am Flughafen San Jose, dass er einen Zaun am Airport überwunden hat, ohne das Alarmglocken losschrillten.

Provokation oder Religionsfreiheit

In New York City gedenkt man in diesen Tagen der Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001. Die Nachrichtenkanäle berichten rund um die Uhr, am Sonntag wird die Nation und die Welt auf die Megametropole blicken. Und immer wieder werden die Bilder der beiden Flugzeuge gezeigt werden, die in die Türme des World Trade Centers geflogen wurden.

Doch in New York will die Diskussion über den geplanten Bau eines Islamzentrum, rund zwei Straßenblocks von Ground Zero entfernt nicht abebben. Die Fronten sind verhärtet. Die einen reden von einer Moschee auf den Gräbern tausender Tote, die anderen verweisen auf die Religionsfreiheit. Diese Debatte überschattet auch den Gedenktag an die Opfer der Terrorangriffe.

Hier ein Audiobeitrag:

Die Ground Zero Moschee     

Mission accomplished

Präsident Bush jagte ihn ganz in Wild West Manier: Die Terroranschläge des 11. Septembers 2001 hatten die Amerikaner wahrlich im Mark getroffen. Fast seine zwei gesamten Amtszeiten verbrachte Bush damit, Osama bin Laden auf den Fersen zu bleiben, doch vergeblich:

Doch die Geduld hat sich nun ausgezahlt. Im zehnten Jahr nach den Anschlägen und acht Jahre auf den Tag genau nach George W. Bushs „Mission Accomplished“ Verkündigung, wurde der Al Qaida Boss von US Spezialkräften aufgespürt und erschossen.

Radiobeitrag zum Tod von bin Laden     

Präsident Barack Obama trat am Abend vor die Fernsehnation. Alle TV-Sender und Radiostationen unterbrachen ihre aktuellen Sendungen, um ins Weiße Haus umzuschalten. Zuvor hatte Obama schon mit Bill Clinton und George W. Bush telefoniert, um ihnen von der „guten“ Nachricht zu berichten. Die USA hoffen mit dem Schlag gegen den Kopf des Terrornetzwerks, die Organisation deutlich geschwächt zu haben. Doch erst einmal bleibt es bei der Hoffnung. Noch am Abend verkündete das „State Department“, aufgrund der Aktion in Pakistan müsse von einer erhöhten Anschlagsgefahr für alle Amerikaner im Ausland ausgegangen werden.

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Schiff Ahoi

USS New YorkAm Samstag gab es auf Staten Island die Taufe eines neuen Kriegsschiffes der US-Navy. Die „USS New York“ kostete rund eine Milliarde Dollar, wiegt 25.000 Tonnen, ist gut 200 Meter lang und kann 360 Seeleute und 700 Marines beherbergen. Das besondere an dem Kreuzer ist jedoch die Spitze des Rumpfes, der aus 7,5 Tonnen Stahl vom zerstörten World Trade Center in New York geformt wurde. Das Schiff war bereits in Planung, als die Passagierflugzeuge in die Türme des WTC flogen. Der ehemalige New Yorker Gouverneur, George Pataki, setzte sich daraufhin dafür ein, dass Stahl aus den Trümmern für die „USS New York“ genutzt wird, um so ein Zeichen zu setzen.   Der New Yorker Kongressabgeordnete Vito Fossella (R) erklärte, die Ereignisse des 11. Septembers werden niemals vergessen werden, auch und gerade, weil nun ein Teil des zerstörten WTC in anderer Form weiter existiere. „Und wenn die „USS New York“ Osama bin Laden bis zu den Toren der Hölle verfolgen müsste, der Kommandeur und die Mannschaft des Schiffes haben meine volle Unterstützung“. Zu der vielbeachteten und bedeutungsvollen Schiffstaufe waren Tausende von Menschen gekommen, darunter viele Hinterbliebene der Anschläge vom 11. September 2001.