Boston und was kommt danach

Der Anschlag von Boston zeigt, dass der sogenannte „War On Terror“, der Krieg gegen den Terrorismus, nicht gewonnen werden kann. Gegen Terror aus dem Ausland oder dem Terror von innen. Zu diesem Zeitpunkt ist noch nicht klar, wer hinter der blutigen Tat steckt, nur eins ist klar, der Boston Marathon war ein symbolträchtiges Ziel. Es handelte sich nicht um eine Militäreinrichtung, die auf irgendeine Art und Weise in den Kriegen im Irak und Afghanistan verwickelt ist. Es wurde auch kein Politiker, kein Liberaler, kein Hardliner getroffen. Keine Abtreibungsklinik war das Ziel und auch kein Richter, der in der Vergangenheit  gleichgeschlechtlichen Partnern das Recht auf Ehe zugesprochen hat. Die Bomben gingen in keinem Schwulenclub und auch auf keinem Schießplatz hoch. Keine Ölfirma und kein Tierversuchslabor wurden getroffen.

Nein, es wurde eine Sportveranstaltung gewählt, an der Zehntausende teilnahmen. Profiläufer und Freizeitsportler. Alte und Junge, Familien und Kinder. Und das an einem Feiertag, an dem klar war, Familien würden am Rand des Geschehens sein, ihren Freunden, Vätern, Müttern, all den Läufern zujubeln. Egal wer hinter diesem Terroranschlag steckt, egal, ob die Bombenleger gefasst und abgeurteilt werden, die Täter haben ihr Ziel erreicht. Amerika wurde im Herzen getroffen. Denn eins ist klar nach diesem 15. April 2013, nirgends in den USA ist man mehr vor einem Bombenanschlag sicher. Da werden auch die nun gesteigerten Sicherheitsmaßnahmen im ganzen Land nichts helfen. Denn auf die Dauer, und da sollte sich niemand etwas vormachen, sind sie unbezahlbar. Die Terroristen haben gezeigt, Amerika ist verwundbar.