Obama steht im Regen

Präsident Bush hatte damit angefangen, der US Kongress hat es abgenickt und ein geheimes Gericht hat es schließlich abgesegnet. Schon seit Jahren, spätestens nach den Terroranschlägen des 11. Septembers 2001, werden die Amerikaner im großen Rahmen abgehört. Wer jetzt so tut, als ob er davon nichts wußte, der muß sich fragen lassen, wofür Jahr für Jahr Milliarden von US Steuergeldern in dunkle, nicht überprüfbare Kanäle fließen. Die National Security Agency (NSA) hört ab, hört hin, kontrolliert, sammelt Daten. Dafür und nur dafür gibt es die Schlapphutorganisation.

Der eigentliche Skandal ist deshalb nicht, dass hier und da Telefondaten und Onlinesuchen in einem großen Raster gefiltert werden. Der Skandal ist vielmehr, dass einer wie Barack Obama 2008 zum Präsidenten gewählt wurde und zuvor immer wieder mit dem eigenen Anspruch auftrat, er wolle eine durchsichtige, eine offene Regierung schaffen, eine die der Bürger versteht. Keine Geheimniskrämerei mehr, ein neuer Wind sollte in Washington wehen.

Tja, der Wind ist zum lauen Lüftchen verkommen. Von den hehren Zielen des Kandidaten Obama ist nicht mehr viel übrig geblieben in der Unterschriftenmappe des Präsidenten Obama. Er macht da weiter, wo sein Vorgänger aufgehört hat. Selbst langjährige Unterstützer Obamas sind derzeit wie vor den Kopf geschlagen. Ist das noch ihr Kandidat, ihr Präsident, der von „Hope“ und von „Change“ gesprochen, der ein Land aufgewühlt, die Jugend organisiert hat? Von Hoffnung und Wandel spricht keiner mehr. Der Wandel ist wohl nur noch der, dass sich einige Amerikaner nun ernsthaft überlegen, was sie fortan am Telefon noch sagen wollen. Das ist kein Witz. Heute beim Friseur meinte die eine Friseurin zur anderen: „You better think about what you say on the phone“. Was sie denn nun nicht mehr am Telefon sagen will, dass wollte sie nicht ausführen. Obama sollte also von nun an Angst vor den kalifornischen Terrorfriseurinnen haben. Schnipp-Schnapp…

Amerika erinnert sich

Ein Audiobericht zum 10. Jahrestag der Terrorangriffe von 9/11:

10. Jahrestag 9/11     

9/11 – America under attack

Jeder weiß genau, wo er am 11. September 2001 war, als er die Nachrichten aus New York und Washington hörte. Vier vollbesetzte Flugzeuge wurden von Terroristen als Waffen in ihrem wahnsinnigen Kampf eingesetzt. Danach veränderte sich die Welt….und Amerika. Seit 15 Jahren lebe ich hier in diesem Land, kenne es vor 9/11 und danach. Vieles ist anders geworden. Terrorstufenalarm, zwei Kriege, viele Fronten. Sicher fühlt man sich deshalb nicht. Warum auch, wenn einem ständig erzählt wird, die Terroristen könnten jederzeit und überall erneut zuschlagen.

Hier ein Audiobericht zum zehnten Jahrestag der Terroranschläge:

Zehn Jahre nach 9/11     

An der Uhr drehen

UhrHeute Nacht um 2 Uhr beginnt in den USA die Sommerzeit, zwei Wochen bevor es in Deutschland so weit ist. Zumindest in weiten Teilen der Vereinigten Staaten. In Arizona, Hawaii und  in Puerto Rico, Guam, den Virgin Islands und American Samoa werden die Uhren nicht vorgestellt. Wobei in Teilen von Arizona, in den Reservaten der Navajo Indianer, die Sommerzeit gilt. Das macht wieder mal überhaupt keinen Sinn, aber so ist das im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Kalifornien hatte sogar 2001 einen Antrag gestellt, eine ganzjährige „Sommerzeit“ einzuführen. Damals herrschte die totale Energiekrise im Bundesstaat und man erhoffte durch die Umstellung erheblich an Energiekosten einzusparen. Das wurde abgelehnt, also blieb man bei der „normalen“ Sommerzeit.

Ob und wieviel Energie überhaupt durch die Zeitumstellung eingespart wird, darüber streiten sich die Geister. Bislang verweist man hier drüben immer auf eine Studie von 1970, in der es heisst, pro Sommerzeiten Tag spare man rund ein Prozent an Energie.

9/11 Hunde geklont

Eigentlich sind Tiere ja das Thema meiner Blog-Kollegin uwo, aber nun haben sie hier in Kalifornien geklonte Hunde präsentiert und das ist dann irgendwie auch mein Thema.

Trakr war ein „Search and Rescue“ Hund, ein Spürhund der besonderen Klasse, der am 12. September 2001 zu den Trümmern des World Trade Centers gebracht wurde. Fast 48 Stunden lang suchte der Vierbeiner ununterbrochen mit seinem Partner James Symington die Überreste nach Überlebenden ab und fand auch einige, darunter den letzten noch Lebenden.

Im April verstarb Trakr. Und nun wurden Symington fünf Welpen übergeben, die in den Labors von BioArts International geklont wurden. Zuvor hatte der Besitzer den „Golden Clone Giveaway“ Wettbewerb der Firma gewonnen. Darin wurde der Hund gesucht, der aufgrund seiner Geschichte unbedingt „geklont“ werden müsste. Und Symington gewann mit Trakrs Wundertaten in den Tagen nach den Terrorangriffen.

Auf den Vorwurf, warum man Hunde klone und sie nicht lieber aus Tierheimen hole, meinte der Präsident des Unternehmens, in 99 Prozent der Fälle passe ein Tier aus dem Tierheim. Im Falle von Trakr allerdings sei es ein Hund, dessen gute Eigenschaften man einfach weitergeben sollte. Ausserdem sei das Klonen von Hunden nicht für jedermann. Schlappe 144.000 Dollar kostet das Verfahren.