Da weint selbst Kurt Cobain

Es sieht eher aus wie der Sänger von Nickelback. Und dann weint er auch noch. In Aberdeen, Washington, Kurt Cobains Geburtsort, steht nun eine Statue für den Sänger der bekanntesten „Grunge“ Band, Nirvana. Im örtlichen „Aberdeen Historical Museum“ kann man schon seit langem eine lokale Kurt Cobain Tour buchen, um Orte, die in der Kleinstadt etwas mit dem Musiker zu tun haben, aus der Nähe zu sehen. Wo er gewohnt hat, wo er geprobt hat, wo er zum ersten mal verhaftet wurde, wahrscheinlich auch, wo er zuerst geküsst und gekifft hat, all solche wirklich wichtigen Orte. Jedes Jahr „strömen“ rund 5000 Fans in die Kleinstadt 80 Meilen von Seattle entfert. Nach der Tour kann man dann noch im Museumsshop eine Kurt Cobain „Action Figur“ erwerben, damit der Trip nach Aberdeen unvergessen bleibt.

Ach ja, nun gibt es ja auch noch die Statue, die an Cobains 47. Geburtstag enthüllt wurde. Der 20. Februar wurde kurzerhand zum „Kurt Cobain Day“ ernannt. Das Monument sieht nicht so ganz wie der Nirvana Musiker aus, aber egal, Aberdeens Bürgermeister Bill Simpson erklärte stolz der Tageszeitung USA Today, dass er hoffe, sein Örtchen werde nun so bekannt und beliebt bei Rockfans wie Graceland bei den Elvis Fans. Doch die ersten Reaktionen der Nirvana Anhänger waren eher negativ. Viele erkannten ihren Helden noch nicht mal in der Statue von Künstlerin Randi Hubbard. Einer meinte, Cobain weine, weil seine Frau Courtney Love ihn umgebracht habe. Ein anderer erklärte, das Gesicht des Nirvana Sängers erinnere hier vielmehr an Jesus Christus am Kreuz.

Nirvana werden im April in die Rock’n Roll Hall of Fame aufgenommen. Zweifellos ist ihr „Smells Like Teen Spirit“ die Hymne der frühen 90er Jahre.