Eisbrecher im SCHOCK-Interview

Eisbrecher im Schock-Interview     
Mützen-Tuch-Tausch. Alexander Wesselsky und Nina Pauler.

Hut-Tuch-Tausch nach dem Interview.

Da kommt die neue Platte von Eisbrecher raus, veröffentlicht in Deutschland und den USA, und ich denke mir, mach mal wieder ein Spezial. Kommt ja nicht so oft vor, dass eine deutschsprachige Band in Übersee Erfolg hat (mal abgesehen von Rammstein). Meine frühere Funkhauskollegin Nina Pauler war mehr als bereit dazu, in ihrer ganz eigenen Art ein weiteres Interview mit Sänger Alex Wesselsky zu führen.

Als ich dann das Ergebnis hörte, dachte ich mir, muß ein sehr netter Nachmittag in Augsburg gewesen sein, aber irgendwie ging es im Gespräch nicht soooo sehr um die Musik oder die neue Platte.

So traurig war das Interview nicht.

Ein Märchen aus 1001 Nacht.

Beide hatten Spaß, das hört man. Sie redeten über vieles, lachten viel, insgesamt ein sehr….ja, lebendiges und unterhaltsames Interview, das man durchaus hören sollte. Von daher hier das gesamte Interview, ungeschnitten und unzensiert (Sorry America, I didn’t edit the F-Bomb).

Das Eisbrecher-Spezial zum neuen Album steht auch und wird lokal im Nürnberger Raum am Sonntag den 25. Januar und am Sonntag den 1. Februar auf afk max ausgestrahlt. Dazu noch so ein paar weitere Dutzend Stationen in Übersee, aber auch in Berlin, Hamburg, Weimar, Göppingen, St. Pölten, Bern, Lodz, Windhoek und, und, und….

Radio zum Hinhören

Gestern war ich in Point Reyes Station. Das liegt rund 50 Minuten mit dem Auto nördlich von San Francisco. Eine kleine Gemeinde, dort in unmittelbarer Nähe ist auch der berühmte Erdbebenzaun, der noch vom 1906er Beben übrig ist.

Doch ich war in Point Reyes Station um KWMR zu besuchen, einen kleinen, aber höchst feinen „Community“ Sender. Dort wird am Wochenende nachts u.a. auch mein Radio Goethe Programm ausgestrahlt. Seit 15 Jahren ist KWMR on-air, ein „Community“ Sender, wie er sein sollte. Rund 80 Prozent der Programme sind selbstproduziert, fast alles ist live, was heutzutage eine Ausnahme geworden ist. Wenn man sich die Entwicklungen ansieht, wenn man solche Tagungen wie die Lokalrundfunktage in Nürnberg besucht, wenn man sich durch die diversen Radioforen klickt, dann wird einem schnell klar, Radio kommt heute aus der Konserve. Möglichst kurz, knapp und steril muß sein. Der Moderator hat vorgegebene „Breaks“, da darf er mit einem Lächeln in der Stimme sprechen. Und das Wetter wird ihnen heute von Obi oder Dominique Dessous präsentiert. Für Verpackungselemente wird viel Geld ausgegeben, Berater, nein, „Consultants“ verdienen gutes Geld mit Ratschlägen, die die Welt nicht braucht und die das Rad auch nicht neu erfinden.

Aber was rede ich, ich bin ein Fan von „Community Radio“. Handgemacht, direkt, Versprecher und Pannen erlaubt. Da muß eine Platte, eine Vinylplatte wohlgemerkt, einfach mal kratzen. Da darf der Moderator oder der DJ im Studio ruhig mal kleine Geschichten erzählen, da dürfen Live-Interviews getrost den Zeitrahmen sprengen, wenn sie interessant sind. Und man hört Dinge und Geschichten, Nachrichten und Informationen, die man so woanders nicht bekommt. „Community Radio“ ist ein Sprachrohr einer Gemeinde. So soll es sein und nicht anders.

KWMR ist so ein Sender. Klein und fein, alles etwas gedrängt im Studio und in den Büros, neben dem Schnittplatz gleich das Waschbecken der kleinen Küche. Aber die Programme sind durchdacht, mit viel Liebe und Einsatz zusammen gestellt. Auch in Deutschland gibt es solche Sender, die offenen Kanäle, oder wie in Nürnberg Radio Z und vor allem auch afk max. Radio muß nicht gegelt und geschönt sein. Es muß nicht immer Witzi-Spritzi-Heiterkeit sein, ein Moderator muß nicht versuchen mir als Hörer schon frühmorgens auf dem Schoß zu sitzen, er oder sie müssen nicht ständig Witze und „Comedy“ aufeinanderkloppen. Und vor allem, man kann auch durchaus mal was anderes spielen als die besten Hits „der 70er, 80er, 90er und von heute“. Nicht alles, was auf  „Community“ Stationen gesendet wird, ist gut und hörenswert, das ist klar. Aber es lohnt sich mal umzuschalten und hinzuhören. Garantiert sogar!

Eisbrecher auf großer Fahrt

Es gibt nur eine Handvoll deutschsprachiger Bands, die in den USA veröffentlicht sind. Klar, da ist Rammstein, doch selbst Tokio Hotel meinen, sie haben mit englischen Lyrics bessere Chancen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Was aber die wenigsten in Deutschland wissen ist, dass es doch einige Independent Bands gibt, die sich selbst treu bleiben und damit ganz gut in Übersee fahren. Eine dieser Bands sind die Münchner Mannen von Eisbrecher. Ihre CDs sind veröffentlicht, die letzten beiden kamen bei einem der erfolgreichsten Indie-Labels in den USA heraus, „Metropolis Records“. Und wie mir Labelowner Dave Heckman selbst sagte, verkauft sich die Platte sogar recht gut. Deutsche Texte hin, deutsche Texte her, Eisbrecher haben den richtigen Sound gefunden. Und wer mir das nicht glaubt, der sollte das selbst auf amazon.com nachlesen, einfach nach Eisbrecher suchen. Die Fans sind begeistert und warten sehnlichst auf eine US/Kanada Tour!!!

Natürlich taucht die Band um den charismatischen Frontmann Alex Wesselsky schon seit Beginn in den Playlisten von Radio Goethe auf. Nach etlichen Specials ist es mit der Veröffentlichung von „Die Hölle muss warten“ mal wieder so weit. Die rasende Radio Goethe Reporterin Nina Pauler traf Alex in Nürnberg für die Sondersendung, die ab Freitag (9.3.) über radiogoethe.org online und am Sonntag den 11.3. auf dem Nürnberger Sender afk max zu hören sein wird. Doch das englischsprachige Interview ist so lebendig und witzig geworden, dass ich dachte, man sollte es ruhig im ganzen hören. Also, hier ist Eisbrecher Sänger Alex Wesselsky im Interview mit Nina Pauler:

Eisbrecher Interview