Ich bin Wahlkampfmüde

john_mccain_narrowweb__300x373_0.jpgAm nächsten Dienstag geht der längste und teuerste Wahlkampf in der Geschichte Amerikas zu Ende. Seit fast 23 Monaten hauen und stechen und kloppen die Kandidaten aufeinander ein, verprassen Hunderte von Millionen Dollar, damit am Ende (endlich) George W. Bush abgelöst wird. Der Amtsinhaber ist nur noch ein „lame duck“, eine lahme Ente, die so gut wie nichts mehr zu sagen hat und dem niemand mehr richtig zuhört, schon gar nicht mehr ernst nimmt.

John McCain oder Barack Obama, alles läuft auf den Demokraten aus Illinois hinaus. In den Umfragen liegt er weit vor McCain, und das auch in den „Battleground States“, die sich mal so und mal so entscheiden. Der Republikaner gibt aber noch nicht auf und fährt eine Angstkampagne ohne gleichen. Obama sei ein Sozialist, ohne Erfahrung, ein Freund von ehemaligen Terroristen, könne das Land nicht wirklich beschützen und sein Mittelname „Hussein“ sage doch alles aus. Gut ist nur, dass ein kleiner Teil der Amerikaner diese Schmutzkampagne aus dem McCain Lager annimmt. Der Grossteil der US-Wähler hat die Nase gestrichen voll von dem Negativ-Wahlkampf des Republikaners. Amerika ist bereit für seinen ersten schwarzen Präsidenten, für Barack Obama im Weissen Haus. barack_obama_is_not_superman.jpg

Da kann sich die christlich-konservative Basis noch so abmühen, es wird am Ende nichts helfen. Lange standen sie dem Kandidaten McCain sehr skeptisch gegenüber, denn dieser hatte in der Vergangenheit führende religiöse Führungspersonen als „Agents of Intolerance“ beschrieben. James Dobson, der sich nun für John McCain ausspricht, war lange Zeit gegen ihn und erklärte immer wieder, lieber gehe er nicht zur Wahl, als für den Senator aus Arizona zu stimmen. Dobson überlegte sogar, als eigenständiger Kandidat anzutreten, was er – Gott sei Dank – dann doch sein liess.

Doch das hat sich nun alles geändert. Mit der Wahl von Sarah Palin hat John McCain die christlich-konservative Basis für sich gewinnen können. Doch zu spät. Auch die letzte Mobilmachung wird nichts daran ändern, dass John McCain nicht der Wunschkandidat vieler in der GOP ist und von daher nicht die breite Unterstützung erhält, wie sie 2000 und 2004 George W. Bush bekam.

Teil 1 des James Dobson Interviews mit Sarah Palin

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Teil 2 des James Dobson Interviews mit Sarah Palin

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Teil 3 des James Dobson Interviews mit Sarah Palin

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