Russland will die Abspaltung Kaliforniens

Die Russen scheinen noch immer verärgert darüber zu sein, dass sie 1867 für schlappe 7,2 Millionen Dollar, für’n Appel und’n Ei, Alaska an die USA verkauft haben. Zwischen Keksen und Tee, Syrien und atomare Aufrüstung dreht sich deshalb vielleicht das bevorstehende Treffen zwischen Vladimir Putin und Donald Trump auch um einen anderen Bundesstaat – Kalifornien.

Schon seit ein paar Jahren gibt es in Kalifornien eine Bewegung, die sich gerne vom Rest der USA lösen möchte. So wie Franken von Bayern, will Kalifornien seine eigene Flagge wehen lassen, aber im Vergleich zum Kleinbundesland Franken würde dann eine neue Nation Kalifornien entstehen. Wirtschaftlich und politisch stark genug, um auf eigenen Beinen stehen zu können. Genau wie in Franken, war das aber lange Zeit ein Hirngespinst ohne Aussicht auf Erfolg. Doch dann kam Trump und viele im Sonnenstaat erkannten, nö, der steht so gar nicht für das Leben, die Werte und die moralischen Vorstellungen Kaliforniens.

Noch in der Wahlnacht stürzten nicht nur die Computer der kanadischen Immigrationsbehörde ab, auch die Bewegung „Yes California“ erhielt ungeahnt viele Anfragen, wie man Kalifornien aus der Trumpschen Hand entreißen könnte. Hier wollte man nicht länger in einen Topf mit Indiana, Wisconsin, Iowa und Florida geworfen werden. Das Ziel der kalifornischen „Ja-Sager“ ist ein Volksentscheid 2019. Zuvor steht noch eine „Ballot“ an, eine Abstimmung, ob es zum Volksentscheid kommen soll. Die Organisation eröffnet derzeit in vielen Gemeinden, Städten und Bezirken Büros um flächendeckend Wahlkampf zu betreiben. Kalifornien soll unabhängig werden, auch wenn nach dem Volksentscheid noch einige riesige politische Hürden warten.

Doch zurück zu den Russen und der Frage, was haben die nun mit Kalifornien zu tun? Den „Russian River“ gibt es schon in Sonoma County, den „Russian Hill“ sind schon viele Touristen in San Francisco hochmarschiert und „Russian Delis“ gibt es auch unzählige. Nun wollen die Russen auch noch die Abspaltung Kaliforniens von den USA. Zumindest sieht es danach aus. In Moskau wurde nun die erste kalifornische Botschaft eröffnet. „Embassy of the Independent Republic of California“ wurde mithilfe von Geldern einer Bewegung gegründet, die mit Kreml Unterstützung Separatistengruppen in Europa und Übersee fördert. Auch lebt der Präsident der „Yes California“ Initiative mittlerweile in Russland. Von dort organisiert er die Abspaltung Kaliforniens von den USA. Zufall oder gezielte Einmischung Moskaus in die inneren Angelegenheiten der USA? Auf den Wahlkampf für die Volksbefragung im kommenden Jahr und auch auf Trumps Reaktion kann man gespannt sein.

„Bär, warum machst du das?“

Mary Maley paddelte mit ihrem Kayak von Ketchikan nach Petersburg in Alaska, als sie einen Zwischenstopp in Berg Bay einlegte. Kurz darauf tauchte ein Bär auf, der neugierig auf sie zulief. Maley griff zu ihrem Pfefferspray, drückte ab, was dem Bären so gar nicht gefiel. Dabei redete sie auf Meister Petz ein. Der drehte sich jedoch um und ging schnurstraks auf ihr Kayak zu. Mary Maley versuchte ihn mit Worten davon abzuhalten, doch der zerlegte etwas das Boot der Touristin. Nach etwa zehn Minuten verschwand der Schwarzbär, Maley mußte zu einem Segelboot in der Bay schwimmen, um von dort Hilfe zu rufen. Ein deutsches Schiff griff sie und ihr lädiertes Kayak schließlich auf. Das Video von der etwas anderen Bärenbegegnung wurde zum youtube Hit.

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Keine Drohnen mehr für die Jagd

Das schöne Alaska. Die Weite, die unberührte Natur, die Nachbarschaft zu Russland. Kein Wunder, dass sich Sarah Palin hier sauwohl fühlt. Kaum Verkehr, kein Lärm, eine Landschaft, wie Gott sie geschaffen hat. Nur da summt etwas. Hoch oben über den Wipfeln. Eine Drohne sucht den Wald ab, ob nicht hier oder da, ein Hirsch oder eine Elchkuh grast. Gesteuert wird das Flugobjekt von Jägern, die im Trockenen sitzen und so auf die Jagd gehen. Nein, sie lassen (noch) keine Bombe fallen, um den Wild zu erlegen, sie wollen nur Informationen aus der Luft einholen, um zu wissen, wohin sie dann ziehen müssen. Manchmal wird die Drohne auch direkt zum Jagen eingesetzt, sie treibt das Tier direkt vor die Flinte der Jäger. Ist ja auch saukalt in Alaska, man will sich ja nichts abfrieren und unnötig aus der warmen Stube oder dem Campingbus raus müssen.

Doch damit ist bald Schluß. Die Aufsichtsbehörde fürs Jagen in Alaska hat nun beschlossen, dass man in Zukunft keine Drohnen mehr bei der Jagd zum Einsatz bringen darf. Nun läuft den flugunterstützten Jägern die Zeit weg, denn ab 1. Juli könnte dieses neue Gesetz in Kraft treten, falls das Parlament zustimmt. Und Alaska ist nicht der einzige Bundesstaat, in dem die Drohnenjagd noch erlaubt ist. Auch in Colorado versuchen einige Kommunen diese Form des „Huntings“ mit lokalen Gesetzen zu unterbinden.

Allerdings gibt es auch die andere Seite. Die Tierschutzorganisation PETA hatte in Illinois ein Programm mit dem Namen „PETA’s Air Angels“, ein Drohnenprogramm, das aus der Luft die blutigen Aktivitäten von Jägern überwachte. Die allerdings haben Drohnenjagd ganz anders ausgelegt und auf die teuren fliegenden Kameras geschossen. Ein Gericht in Illinois hat nun entschieden, dass diese Luftüberwachung durch PETA illegal sei und die Privatsphäre von Jägern verletze. PETA hat bereits Einspruch erhoben.

 

Als nächstes ist Alaska dran

Die Krim ist weg. Die Europäer und Amerikaner schauen etwas verdattert, wie es dazu kommen konnte. Die Russen breiten sich weiter aus. Da wird sich Wladimir Putin freuen, dass auch die amerikanischen Russlandfreunde mobil machen. Sie haben nun eine offizielle Petition beim Weißen Haus eingereicht. Ziel ist es, Alaska wieder an Russland anzugliedern. Denn die Russen waren zuerst in der Arktis. Schon vor 16.000 – 10.000 Jahren überquerten Siedler aus dem heutigen Russland die Beringstraße. Russische Entdecker waren zwischen 1729 und 1735 in Alaska unterwegs. Erst 1867 kam Alaska zu den USA. 1959 dann wurde Alaska ein eigener US Bundesstaat.

Wenn man sich den Preis von 7,2 Millionen Dollar ansieht, den Russland 1867 für Alaska bekam, kann man durchaus verstehen, warum Putin im Schlaf tobt und geschichtliche Mißstände bereinigen will. Und sicherlich leben in Alaska auch noch einige russischstämmige Bewohner. Hier drüben in den USA gibt es einige Freunde des russischen Großreiches. Sie haben nun die Petition angestossen. Doch noch ist man weit von den 100.000 Unterschriften entfernt, die man für eine offizielle Stellungnahme des Weißen Hauses benötigt. Derzeit liegt man bei knapp über 32.000 Unterschriften. Es ist auch nicht die erste Petition, die zu einer Abspaltung eines amerikanischen Bundesstaates eingereicht wurde. Schon mehrmals wurde versucht, Texas per Unterschriftenaktion aus dem Staatenbund der USA herauszuholen.

Die ehemalige Gouverneurin und zu alles ihren Kommentar abgebende Nervensäge Sarah Palin hat sich auch noch nicht zu dieser Initiative gemeldet. Ist nur eine Frage der Zeit, denn Palin sieht zwar Russland von ihrer Terrasse aus (irgendwie zumindest in der Ferne), aber so richtig russisch fühlt sie sich wahrlich nicht, die „große amerikanische Patriotin“, wie sie Sean Hannity nannte.

Rocky Mountain High

John Denver hatte sicherlich nicht damit gerechnet, dass sein Song einmal so ausgelegt wird. Rocky Mountain High, high in den Rocky Mountains. Gott hab‘ ihn selig. Seit Anfang des Jahres darf man in Colorado legal Marihuana kaufen und verköstigen. Und eigentlich gibt es keine Beschränkungen. Man muß 21 sein, nach dem Genuß darf man nicht Autofahren, die Verkaufsshops dürfen nur von 8 Uhr morgens bis Mitternacht geöffnet sein und als Käufer darf man „nur“ eine Ounce, also rund 28 Gramm erwerben. Good Times, Rocky Mountain High.

Nun wird auch in anderen westlichen Bundesstaaten genau beobachtet, was sich da in den Bergen tut. Der Pottourismus verspricht gute Einnahmen für den Bundesstaat. In Kalifornien, Alaska, Arizona und Oregon sind bereits Initiativen entstanden, die bei den nächsten Wahlen die Wähler über eine Legalisierung von Marihuana abstimmen lassen wollen. Mit der Legalisierung von Marihuana unterläuft man auch die mexikanischen Drogen Syndikate. An der Grenze zum südlichen Nachbarn wird immer wieder tonnenweise Mariuhana beschlagnahmt. Mehr als 90 Prozent der konfiszierten Drogen ist Mariuhana.

Neue Töne im gescheiterten Drogenkrieg. Amerika erlebt derzeit einen Umbruch. In Umfragen erklären mehr als 50 Prozent der Bürger, dass sie nichts gegen eine Legalisierung von Pot hätten. Die Obama Administration hat darüberhinaus erklärt, dass sie erst einmal nichts gegen die Gesetzgebung in einzelnen Bundesstaaten unternehmen wird. Also, es ist und bleibt vorest legal in Colorado einen Joint zu drehen. Zumindest unter diesem Präsidenten. Und auch in Washington DC soll das Kiffen bald erlaubt sein. Ein bißchen high in der Politmetropole, vielleicht wäre das gar nicht so schlimm und würde den aggressiven Ton und das angespannte Verhältnis zwischen Demokraten und Republikanern etwas entschärfen. Good Times.

Es grünt so grün in Alaska

Schnee, Eis, Kälte. Das verbindet man mit Alaska. Goldrausch, Schlittenhunderennen, Eisbären. Doch irgendwie ist alles anders in Alaska, und nicht erst seit Sarah Palin dort zur Gouverneurin gewählt wurde. NASAs Terra Satellit hat am 17. Juni ein ungewöhnliches Bild aufgenommen. Beeindruckend schön und sehr rar, denn normalerweise gibt es in einigen Teilen Alaskas 340 Wolkentage im Jahr. Doch hier, an diesem 17. Juni, zeigte sich der US Bundesstaat fast vollkommen wolkenlos; und auch fast vollkommen schneelos.

Alaska erlebt derzeit einen Hitzerekord. Normalerweise gibt es im Juni noch Frosttage, derzeit liegen die Temperaturen in einigen Teilen über 30 Grad. Klimaforscher werten dieses Bild als eindeutiges Beispiel für den Klimawandel. Letztes Jahr war das neuntwärmste Jahr seit 1850, die Jahre 2001 bis 2012 sind unter den Top 13 dieser beunruhigenden „Hitparade“.

Sarah Palin, die nun einen Rücktritt von ihrem Rücktritt gemacht hat und wieder als FOXNews „Expertin“ ihren Senf dazu geben darf, wird das NASA Bild gefallen. So klar hat sie ihren Bundesstaat noch nie gesehen. Ich warte schon auf ihren sachlichen Kommentar zu den liberalen Klimaverschwörungstheorien. Mit Sicherheit steckt Obama wieder hinter allem.

Es wurde auch langsam Zeit

Ich gebe unumwunden zu, ich war nie ein Fan von Sarah Palin, der halben Gouverneurin aus Alaska. Als John McCain sie als seine Vize-Kandidatin im Wahlkampf 2008 vorstellte, dachte ich echt, jetzt spinnt er. Im Vorwahlkampf fiel der Senator aus Arizona noch durch sein kluges, durchdachtes und auch pragmatisches Denken auf. Und dann sowas! Sarah Palin wurde als „Hot Babe“ dargestellt, als „Pitbull mit Lippenstift“ im Politzirkus, als eine politische Außenseiterin, die bereit ist, mit dem eisernen Besen durch Washington zu kehren.

Die Kandidatur von Palin wurde dann doch eher zu einer Lachnummer, auch wenn sie zum Darling der Rechtsausleger von der „Tea Party“ wurde. Mehr als platte Phrasen konnte sie dann doch nicht ablassen. Na ja, unterhaltsam war es dann manchmal schon, als sie z.B. nach ihren außenpolitischen Erfahrungen gefragt wurde und darauf verwies, dass man von Alaska auch Russland sehen könne. Nach dem Motto, ja, ich bin auch Ornithologe, weil ich am Morgen immer die Tauben vor dem Fenster sehe.

Na egal, Palin wurde – Gott sei Dank – nicht Vize-Präsidentin, sondern startete – traurigerweise – eine sehr lukrative Fernsehkarriere. U.a. mit einer Reality Show „Sarah Palins Alaska“. Zwar nur für eine Spielzeit, dann war Schluß, aber das sind wir ja von ihr gewohnt, sie schmeißt gerne die Brocken frühzeitig hin. Und dann bekam sie noch einen sehr lukrativen Kommentatorenposten bei FOXNews. Ein Dreijahresvertrag wurde mit der damals noch potenziellen Präsidentschaftskandidatin für 2012 unterzeichnet, rund eine Million Dollar soll sie pro Jahr für ihre Einschätzungen erhalten haben. Und die waren eigentlich immer so: „Obama keine Ahnung, Obama kein Patriot, Obama unamerikanisch, Obama Sozialist, Obama planlos….Tea Party GUUUUT!“

Nun aber ist Schluß, FOXNews kam nach den verlorenen Wahlen der erklärten Senderpartei zu der Erkenntnis, dass Sarah Palin wohl doch nicht so die dolle Analystin ist. Puh, hoffen wir mal, dass wir nun endlich das Kapitel Sarah Palin in den USA ausgestanden haben. Umblättern und gut ist.

Achtung!…here she comes

Michelle Bachmann bleibt dabei. Sie ist sich sicher, unter ihrer Präsidentschaft wird der Spritpreis deutlich fallen. Sogar unter die zwei Dollar pro Gallone Marke. Das waeren dann 3,78 Liter Benzin für einen Euro und 40 Cent. Nicht schlecht, also sollte man sie wählen, wenn man Vielfahrer oder Trucker ist.

Auf einer Wahlkampfveranstaltung in der vergangenen Woche preschte die 55jährige mit ihrer Forderung vor und erklärte, wie kaum anders zu erwarten, dass Obama für den hohen Benzinpreis verantwortlich sei. Als er ins Amt kam lag die Gallone bei 1,79 Dollar, so die Teebeutel Vertreterin. Und nun habe sich der Preis fast verdoppelt. So nicht, Mister President. Auch wenn Wirtschaftsexperten nur laut aufschnaubten und die Augen verdrehten, als sie Bachmanns Statement hörten, die Kongressabgeordnete bleibt dabei. „Warum sollten wir das nicht schaffen? Wir sind ein „Wir Können“-Amerika“, meinte sie in einem Interview, darauf angesprochen. Bachmann verkauft in ihrem Wahlkampf den American Dream. Träumt mit mir und wählt mich schön, auch wenn das eine oder andere sich danach zum Alptraum entwickeln wird.

Michelle Bachmann hat nämlich schon den Plan zur Hand, was gemacht werden muß, damit die Amerikaner wieder für Pennies die Tanks der Monstertrucks füllen können.“Wir sind die Nummer Eins unter den Rohstoff reichsten Ländern der Welt“, erklärt sie mit stolz geschwellter Brust, so, als ob auch dafür die Tea Party verantwortlich ist. Was das im Endeffekt heißt ist klar. Unter einer Präsidentin Bachmann würde überall im Land gebuddelt und gebohrt werden, in den Küstenregionen und im hohen Norden Alaskas die Erdöl-, Erdgas- und sonstigen Rohstoffvorkommen abgebaut werden. Natur- und Artenschutz, wen interessiert das? Amerikaner sollen lieber billig über die löchrigen Highways heizen, als sich um das Rauschen im Wald und irgendwelches Vogelgezwitscher und umherstapfende Bären Gedanken zu machen. Öffentlicher Nahverkehr, ein funktionierendes Verkehrssystem…hey, this is America, du Sozialist….Amerikaner haben das Recht auf ein eigenes Auto und fahren, fahren, fahren, irgendwo steht doch auch sicherlich das, wie das individuelle Recht auf eine Knarre, in der US Verfassung,oder?….Kohle, Gas, Öl, natürlich Atomkraft, Möchtegernpräsidentin Michelle Bachmann hat großes vor in den 50 vereinigten Staaten von Amerika.

 

 

 

 

Sarah Palin und die dicke Lippe

Nun tönt sie aber, die bekannteste Einwohnerin Alaskas. Kaum mal zwei Jahre Gouverneurin von einem Staat gewesen, dem Bundessteuermittel wie Puderzucker in den Allerwertesten geblasen werden, aber über ausgeglichene Haushalte reden. Und nicht zu vergessen Vize-Präsidentschaftskandidatin in einem Wahlkampf, in dem sie die Rolle der lächelnden Quotenfrau für die konservative Basis übernahm. Sarah PalinSarah Palin weiß nun alles und kann nun alles und überhaupt würde sie ohne Probleme Amtsinhaber Barack Obama 2012 aus dem Oval Office werfen. Wenn sie denn kandidiert, denn bislang spielt sie nur mit dem Gedanken, wie sie sagt. Wenn das Land sie ruft, wenn die Umstände es zwingend machen, wenn ihre Familie mitspielt, ja dann würde sie Obama herausfordern und ihn schonungslos aus dem Weißen Haus werfen. Danke Sarah, dass Du uns retten willst!

Ich bin mir nicht sicher, was Sarah Palin da vorab eingeschmissen hat, um solche Statements in einem Interview mit Barbara Walters auf ABC zu machen, aber irgendwie ist sie schon von sich überzeugt. Das muß man ihr lassen. Selten erlebt man Politiker mit so einem Unverständnis in Sachfragen, die das so gut verkaufen können. Ist schon irre! Barack Obama ist sicherlich nicht der perfekte Präsident, ganz und gar nicht. Aber das Land mit Sarah Palin im Chefsessel….nicht auszudenken!

Wo ist Russland?

Manchmal muß man einfach Arnold Schwarzenegger mögen. Der kalifornische Gouverneur ist derzeit in China, um die Wirtschaftsbeziehungen mit der Volksrepublik anzukurbeln. Auf dem Flug ging es über Alaska. Schwarzenegger schaute aus dem Fenster und twitterte dann an seine Fans „looking everywhere but can’t see Russia from here“. Man kann sich denken, dass Arnold das ganze mit einem süffisanten Lächeln abschickte, eine kleine Breitseite gegen das Darling seiner Partei, Sarah Palin, die im Wahlkampf 2008 erklärte, sie habe außenpolitische Erfahrungen, weil sie von Alaska aus Russland sehen kann.

Schwarzenegger - PalinDoch die Angesprochene fand das gar nicht witzig und twitterte ebenfalls. Arnold hätte mal landen sollen, dann hätte sie ihm erklärt, wie man einen Bundesstaat mit Haushaltsplus führt. Kalifornien ist nämlich mit 19 Milliarden Dollar hoch verschuldet und Alaska, Dank riesiger Bundeszuschüsse, im Plus. Für jeden Steuerdollar, den Alaska Richtung Washington abführt bekommt der Nordweststaat 5 Dollar und 12 Cents an Fördermitteln zurück.

Die Kommentare auf die Reaktion der noch nicht mal eine Amtszeit durchhaltenden Gouverneurin kamen denn auch sofort. Palin male immer ein Teufelsbild vom Sozialismus, habe aber nichts gegen die Steuermillionen, die aus Washington nach Alaska fliessen. Der witzigste war zweifellos: „Sarah Palin put twit (Schwachkopf) into twitter“.