Albert G. Brown darf weiterleben

BROWN_ALBERTDas kalifornische Verfassungsgericht hat heute die geplante Hinrichtung von Albert G. Brown gestoppt. Der 56jährige sollte am Donnerstagabend im Staatsgefängnis von San Quentin durch die Giftspritze sterben. Brown saß für die 1980 begangene Vergewaltigung und den Mord an einer 15jährigen in Riverside auf Death Row. Die Richter erklärten, es bleibe nicht genug Zeit, um die neue Hinrichtungsmethode des Staates Kalifornien zu überprüfen. Am Freitag läuft das Verfallsdatum des vorhandenen Sodium Pentothals in San Quentin ab. Der Hersteller kann jedoch erst wieder Ende Januar liefern. Brown sollte mit einer Überdosis des Beruhigungsmittels anstatt eines Giftcocktails exekutiert werden. Er wäre damit der erste zum Tode Verurteilte in Kalifornien gewesen, der so hingerichtet worden wäre.

Ein Richter hatte vor über vier Jahren eine Hinrichtung in San Quentin gestoppt, mit dem Argument, die Giftmischung sei eine “grausame und unangemessene Bestrafung”, die zu Schmerzen für den Verurteilten führen könnte. Seitdem wurde kein Todeskandidat mehr in Kalifornien hingerichtet. Die „Death Row“ ist damit auf über 700 Häftlinge angewachsen.

Die Zeit läuft ab für Albert Brown

DeathRow_SanQuentinFür Mittwochmorgen 00.00 Uhr ist eine Hinrichtung im kalifornischen Staatsgefängnis von San Quentin angesetzt. Albert G. Brown soll dann seine Strafe für die Vergewaltigung und den Mord an der 15jährigen Susan Jordan erhalten. Am Wochenende hatte er noch die Wahl zwischen einem Drogencocktail und einer Überdosis des Beruhigungsmittels Sodium Pentothal. Doch Brown lehnte ab. Seine Anwälte argumentierten, dass die Verabreichung der Drogenmischung Schmerzen für ihren Mandanten und somit eine “grausame und unangemessene Bestrafung” sei. Das Spritzen einer Überdosis Sodium Pentothal hingegen ist etwas neues für Kalifornien, aus diesem Grund erklärten die Verteidiger, das Gefängnispersonal sei nicht ausreichend geschult worden.

Doch gleich zwei Richter haben bislang einen Aufschub der Hinrichtung abgelehnt. Kalifornien könnte also am Mittwochmorgen wieder seine Todesmaschine in Gang setzen. Mehr als 700 Death Row Insassen sitzen in San Quentin, sechs davon habe alle ihre Einspruchmöglichkeiten ausgeschöpft. Falls Brown in den frühenm Mittwoch Morgenstunden mit einer Überdosis Sodium Pentothal hingerichtet werden sollte, würde das auch ihr nahes Ende bedeuten. Allerdings nicht vor Jahresschluß, denn der Hersteller des Beruhigungsmittels, Hospira Inc., kann erst wieder Ende Januar liefern. Und die Vorräte von San Quentin haben das Verfallsdatum von Ende September 2010 aufgestempelt.