Das Handy wird handlich

Wieviele Apps gibt es eigentlich schon im iPhone Store? Keine Ahnung. Ich habe zwar selber ein iPhone, aber mit den Apps habe ich es nicht so. Von daher laufe ich mal wieder der technischen Entwicklung hinterher und überhöre auch den letzten Schrei was nun „in“ ist.

Auch egal, allerdings stieß ich nun auf den Zeitungsbeitrag eines amerikanischen Reisejournalisten, der sich mal mit der etwas andere, sprich praktischen Nutzung von Mobiltelefonen befasste. Unter den Kategorien „Lifestyle“, „Health & Fitness“ und „Utilities“ im App. Store fand er vibrierende Programme mit den Namen „iBrate“, „iVibrateMe“, „PocketMassage“ und „MyVibe“. Klar, offiziell ist alles für die Gesundheit gedacht, zum „Relaxing“ verspannter Muskeln auf langen Flügen und nicht enden wollenden Autofahrten. Doch der Journalist wollte es genauer wissen und ging der Frage nach, ob denn mit diesen smarten Anwendungen der Begriff Telefonsex eine ganz neue Bedeutung bekäme. Leider konnte er keine Nutzer des Vibraphones finden, die es „so“ verwenden und benutzt haben.

So toll scheinen die Apps jedoch auch nicht zu sein, denn die Beurteilungen im App. Store fallen eher schwächelnd aus. Allerdings sind die Rückmeldungen auf den Artikel überwältigend. Von „das ist krank“ bis zum wichtigen Hinweis, dass auch schon iPads eine Vibriermöglichkeit haben ist alles vertreten. Die einzige Frage, die derzeit noch unbeantwortet bleibt ist, ob Alabama in Zukunft auch die Nutzung von iPhones im Bundesstaat verbieten wird, denn nach wie vor ist der Verkauf von Sex-Spielzeug in Alabama gesetzeswidrig.

Geschmackloses Spiel gesperrt

Das Apple iphone ist ein Hit. Und auch der „App Store“ ist der absolute Renner, mit derzeit über 25.000 Angeboten. Hier können Apple iphone Kunden sich zusätzliche „Applications“, also Zusatzangebote herunterladen. Teils kostenlos, teils für eine geringe Gebühr. Die Apfelmarke hatte anfangs die Nutzer dazu eingeladen und aufgerufen, eigenständige Anwendungen zu erstellen. Und nun findet man alles im „App Store“, von Spielen bis zum Busfahrplan in Zürich, von einer Taschenlampe bis zur „Wasserwaage“ für den Heimwerker. Nichts ist unmöglich bei diesen Anwendungen. Einige sind hervorragend, andere billiger Schrott.

Apple hat jedoch die Hand über alles, was angeboten wird und prüft vorher, ob auch alles in Ordnung ist. Sowohl Inhalt, wie auch technische Umsetzung müssen stimmen. Somit wird garantiert, dass keine fragwürdigen Dinge oder z.B. Viren über das iphone Netz verbreitet werden.

YouTube Preview Image

Doch Apple hat anscheinend im Fall „Baby Shaker“ nicht ganz so genau hingesehen. Das „Spiel“ geht darum, wie lange man das Gebrüll eines Babies anhören kann, bevor man sagt, „genug ist genug“. Doch der einzige Weg, das Kind zum Schweigen zu bringen ist, wenn man sein iphone kräftig durchschüttelt. Und jeder weiss, was passiert, wenn Babies geschüttelt werden. „Baby Shaker“ war ein geschmackloses Spiel, das für 99 Cent zu haben war. Nun hat die Firma aus Cupertino, Kalifornien, das Schüttelspiel gesperrt. Apple kam dabei mit einem blauen Auge davon und steckt nun kommentarlos die schlechten Schlagzeilen weg. Fragt sich nur, ob das Unternehmen die 33 Cent pro Spiel zurückzahlt, die es an der Verbreitung von „Baby Shaker“ pro Download verdient hat.