Erinnern nicht vergessen

Heute ist Memorial Day in den USA. Die amerikanische Fahne ist fast überall zu sehen. Nachbarn lassen sie im Wind wehen, Autoverkäufer bieten mit den „Stars and Stripes“ besondere „Deals“ an, Supermärkte verkaufen die Hot Dogs mit einem „Flag Sticker“.

Und dann sind da noch die Gedenkveranstaltungen im ganzen Land. Präsident Obama war am Morgen für eine zentrale Veranstaltung auf dem Arlington National Cemetery. Auch hier in der Bay Area kamen viele Offizielle, Familienangehörige und Freunde von gefallenen Soldaten zusammen. Auf dem Friedhof im Presidio, gleich bei der Golden Gate Bridge, oder in Colma auf dem riesigen Soldatenfriedhof südlich von San Francisco.

Man gedenkt heute der gefallenen Soldaten. Vor allem der mehr als 6700 Männer und Frauen, die seit Ende 2001 auf den jüngsten Kriegsschauplätzen im Irak und in Afghanistan starben. Im Fernsehen, im Internet und in den Zeitungen sieht man Photos von zumeist jungen Militärangehörigen, die für ihr Land gefallen sind. Eine hohen Preis für ihren Einsatz zahlen mußten. Man liest die trauernden Zeilen von Familienmitgliedern und Freunden, die sich erinnern. Und vielleicht denkt auch der eine oder andere in den USA an all das Leid, an das Elend, an die Not, die diese beiden Kriege im Irak und in Afghanistan verursacht haben.

Ehrenwache trotz Sandy

Der Sturm peitscht die Regenwolken über Washington DC, weite Teile der amerikanischen Ostküste sind durch Sandy lahmgelegt. Die Haupstadt steht still. Nur die Ehrenwache am Grab des unbekannten Soldaten auf dem Arlington National Cemetery harrt der Dinge aus. Kein Sturm, kein Regen läßt die Soldaten abziehen. Seit 1948 gibt es diese andauernde Ehrenwache. In dem Grab haben die sterblichen Überreste nicht identifizierter amerikanischer Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg, dem Korea- und dem Vietnamkrieg ihre letzte Ruhe gefunden.