Stallone, Schwarzenegger, Willis…

Sylvester hat mal wieder ein Drehbuch geschrieben und dazu alle eingeladen, die in den 80er, 90er und 2000er einen Action Film gedreht haben. Einige, wie Jean-Claude van Damme oder Steven Seagal winkten ab, dafür kamen Bruce Willis und Mickey Rourke bereitwillig an Bord. Und sogar der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger kehrt für diesen Streifen auf die Leinwand zurück. Dafür hat er anscheinend Zeit, aber fürs Regieren nicht. Na toll! „The Expendables“ heisst dieser neue Action Streifen aus dem Seniorenheim in Hollywood“.

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I won’t be back!

Arnold SchwarzeneggerArnold Schwarzeneggers Tage als Gouverneur sind gezählt. Er trat als Gouvernator an, um Kalifornien nach dem Politzirkus des Gray Davis wieder auf Vordermann zu bringen. Doch Schwarzenegger stapfte von einem Fettnäpfchen ins nächste, verbockte eins nach dem anderen und machte einfach sein Ding…und das war wohl das falsche.

Und nun meinen 71 Prozent der Kalifornier, dass Schwarzenegger eigentlich eine Pfeife ist und nichts auf die Reihe gebracht hat und bringt. Die Zahlen sind so katastrophal wie noch nie für einen kalifornischen Gouverneur. Sogar sein abgewählter Vorgänger Gray Davis hatte zum Schluss noch mehr Unterstützung in der Bevöllkerung als Arnold Schwarzenegger derzeit. Hasta la vista, Baby…don’t!

Der Faschingsprinz von LA

Es ist die Zeit der Narren und Närrinnen. Und auch die deutschen Gemeinden in den USA feiern diese Kaspartage, zum grossen Erstaunen und Unverständnis der Amerikaner. Auch hier gibt es Prinz und Schalk, Tätä-Tätä-TäTä und Prunksitzungen. Als jemand, der nicht so doll mit dem Karneval und Fasching verbunden ist, ist das alles eher eine peinliche Veranstaltung. Ich weiss immer nicht so genau, wie ich das ganze Amerikanern erklären soll.

Billboard Prince FredericUnd nun auch noch die Aktion von Prinz Frederic von Anhalt, der gestern auf dem Sunset Boulevard erklärte, er wolle Gouverneur von Kalifornien werden und damit die Nachfolge des Gouvernators Schwarzenegger antreten, der auf ganzer Linie versagt hat. Der neunte Ehemann von Zsa Zsa Gabor ist auf dem Papier zumindest mehr als ein Faschingsprinz, aber die Aktion glich schon sehr einer Prunksitzung. Da lädt er in Beverly Hills Reporter zur Enthüllung seines Werbeplakates und erklärt, was alles in Kalifornien falsch sei und was er in Zukunft machen werde. Legalisierung von Marihuana und kubanischen Zigarren, offene Grenzen zu Mexiko und Solar Panels auf jedem Dach. Und Prinz Frederic meint, er habe schon Geldgeber für seinen Wahlkampf gefunden, die alle genug von den politischen Spielereien in Kalifornien hätten. Es benötige einen deutschen Prinz und keinen österreichischen Terminator, um den Sonnenstadt zurück an die Sonnenseite zu bringen.

Die Medien berichteten artig über diesen verschrobenen Deutschen mit amerikanischem Pass. Mal was anderes zwischen Erdbebenopfern und Filmpreisen und so lassen sich auch die Politiknachrichten etwas aufheitern.

Hauskrach bei den Schwarzeneggers

Maria ShriverDa hat Arnold aber richtig einen dicken Hals bekommen. Was muss er da sehen, seine Frau spricht beim Fahren in ein Handy, und das, obwohl es in Kalifornien schon seit letztem Jahr verboten ist. Rund 150.000 Strafzettel haben die Highway Patrol Männer und Frauen seitdem ausgestellt und nun quatscht Maria Shriver, die First Lady des Bundesstaates, ganz locker drauflos. Was soll denn das?

Die Internetseite TMZ.com hat zwei Bilder verbreitet, auf der ganz klar die Frau des Gouvernators zu sehen ist, wie sie hinterm Lenkrad sitzt und telefoniert. Geht gar nicht, meint denn auch Arnold via Twitter, das werde sofortige Konsequenzen haben. Wie die aussehen im Haus Schwarzenegger/Shriver weiss man nun nicht. Ob Maria nun 20 Dollar aus ihrer Haushaltskasse gestrichen werden oder ob sie den Betrag spenden muss oder Hausarrest oder Fernsehverbot oder was weiss ich? Diese Frage brennt nun den Kaliforniern unter den Nägeln, gibt ja sonst keine Probleme im Sonnenstaat.

Schwarzenegger braucht Cash

arnoldsigningKalifornien ist wirklich tief in den roten Zahlen. Überall wird gespart, gekürzt, gestrichen. Parks werden geschlossen, Suchtprogramme dicht gemacht, Gebühren erhöht, Schulen kurzerhand für ein paar Tage abgesperrt, um so Lehrergehälter einzusparen.

Und nun greift man zum letzten Mittel im Sonnenstaat, einem „Garage Sale“. Das ist eine Art Flohmarkt vor der eigenen Haustür. Und der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger haut jetzt alles raus, was zu Cash zu machen ist. Beschlagnahmte und gefunden Dinge und sogar 500 Autos aus dem offiziellen kalifornischen Fuhrpark, einige davon mit Original Autogramm des Gouvernators. Das ganze wird auf ebay und Craigslist vertickt. Wer also in Nürnberg ein paar Dollar übrig hat, sollte sich hier einmal umschauen, allerdings sind die Transportkosten von Kalifornien nach Franken horrend!

Rauch den Schuldenberg

Kalifornien versinkt in Schulden. Arnold Schwarzenegger wollte die Softkur, doch die Wähler wollten nicht wie Arnold….und nun will Arnold alles an Ausgaben streichen, was zu streichen ist. Das reicht vom Bildungswesen bis zu öffentlichen Parks…der Rotstift tanzt Polka in Sacramento. Allerdings darf man die Schuld nicht einfach auf den Gouvernator schieben, denn der ist wahrlich nicht alleine an der Misere schuld. Da ist zum einen das komplizierte Wahlsystem in Kalifornien, mit dem immer wieder per Volksentscheid Dinge verabschiedet werden, die zwischen Schwachsinn und Hirnrissigkeit anzusiedeln sind. Damit sind den Abgeordneten im kalifornischen Parlament schon mal etwas die Hände gebunden, denn sie müssen bei den Haushaltsplanungen den Mist ausbaden, den ihnen die (oftmals desinteressierten) Wähler hinterlassen haben….

Kalifornien ist ein Staat, in dem derzeit so gar nichts mehr voran geht. Ein Gouverneur, der nur noch rumhackt. Abgeordnete, die nicht miteinander können. Lobbyisten, die Druck ausüben. Wähler, die keinen Plan haben und über komplizierte Sachverhalte entscheiden und ihre Stimme aufgrund von 30 Sekunden Wahlspots abliefern. Interessensgruppen, wie Lehrerverbände, Gewerkschaften, Berufsverbindungen, die alle mitreden wollen. Und am Ende kommt dabei nichts heraus.

Da ist doch ganz erfrischend, wenn nun eine Initiative mit dem Namen „Marijuana Policy Project“ erklärt, Millionen von Kaliforniern wollen Steuern zahlen, nur dürfen sie es nicht. Die Lösung – und darüber wird nun ernsthaft in Kalifornien nachgedacht – Marijuana soll besteuert werden. Sicherlich ist das ein Hintertürchen, das Rauchen von Pot zu legalisieren, aber in der derzeitigen Finanzsituation des Sonnenstaates ist nichts mehr abwegig. Die MPP hat sogar schon einen Werbespot produziert, der nun auch auf diversen Fernsehsendern ausgestrahlt werden soll.

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Ein Satz mit „X“…

… „das war nix“ dachte sich Arnold Schwarzenegger am Dienstagabend, als die Ergebnisse der Sonderwahl eintrudelten. Spärlich kamen sie, denn die Wahlbeteiligung war alles andere als zufriedenstellend, sie war schlichtweg katastrophal. In einige Wahllokale kam gerade mal ein gutes Dutzend Wähler, um über die Finanzierungskonzepte des Gouvernators abzustimmen. Und dabei hatte der Tag so gut angefangen. Er war extra nach Washington geflogen, um dort neben Präsident Obama in der Sonne zu stehen, als dieser die neuen Richtlinien für den Spritverbrauch bei Kraftfahrzeugen vorstellte, die nach dem Vorbild Kaliforniens festgelegt wurden. Und dann sowas….die ollen Wähler in seinem Sonnenstaat wollten ihm einfach nicht folgen.

Kalifornien ist hoch verschuldet. Die Einnahmen sinken, die Ausgaben steigen und da dachte sich Schwarzenegger, pumpen wir uns einfach noch ein bisschen Geld und lassen mal zukünftige Generationen und Adminstrationen damit umgehen. Irgendwie geht das schon. Doch das war wohl nichts. Die Minderheit in Kalifornien hat entschieden, dass die gewählten Volksvertreter in Sacramento sich was neues ausdenken müssen. Und das tun sie jetzt auch. Jetzt wird drastisch gespart, bei allem….Polizei, Feuerwehr, Gesundsheitsvorsorge, sozialen Einrichtungen und Programmen, Parks und öffentliche Einrichtungen. Der Rotstift tanzt am Tag danach Polka. Schwarzenegger und die Abgeordneten werden sich sagen „wir wollten ja, aber die Wähler nicht“. Von daher können sie das nun ohne schlechtes Gewissen tun. Gebühren werden steigen, die Löcher in den Strassen noch grösser werden und bei Behörden wird man noch seltener eine Auskunft bekommen. Das ist schon jetzt bitterer Alltag im amerikanischen Westen.

Arni hat noch 19 Monate im Amt als Gouverneur, danach wird er drei Kreuze machen. Denn den Job hat er sich wohl anfangs anders vorgestellt. Aus der Idee des Sonnenkönigs im eigenen Staat ist nichts geworden. Und mit Sicherheit wird er am Schluss nicht seine berühmten Worte aus dem Terminator Film sagen „I’ll be back“. Denn von der Politik hat er mit Sicherheit die Nase voll.

Aus die Maus für den Hummer

Die Ankündigung hätte zu keinem passenderen Zeitpunkt kommen können. Die amerikanische Automobilindustrie demontiert sich derzeit selbst, schliesst Fabriken, streicht ganze Modelle und Marken und versucht sich durch das Abstossen tausender von Händler-Showrooms gesund zu schrumpfen. Wieviele Arbeitsplätze dabei verloren gehen werden, ist noch gar nicht absehbar.

Doch in diesen düsteren Zeiten für GM, Chrysler und Ford kommt der Präsident und verkündet das umweltpolitisch sinnvolle Ziel, den Ausstoss von Autoabgasen drastisch zu senken. Ziel ist es bis 2016 den Verbrauch pro Gallone auf 35 Meilen, also 56 Kilometer pro 3,78 Liter vorzuschreiben. Damit schlägt sich Obama auf die Seite von Arnold Schwarzenegger und Kalifornien, die das schon seit langem fordern und dafür von der (amerikanischen) Automobilindustrie hart angegangen wurden. Ein Affront für die „Gas Guzzlers“ aus Detroit, die bislang mehr auf PS-Power und Bequemlichkeit setzten, als die Zeichen der Zeit und die Ansätze aus Europa und Asien zu erkennen.

Barack Obama hat mit seinen Plänen ein neues Feuer unter den schon brennenden Arsch der US Car-Manager gelegt. Nicht nur müssen sie sich jetzt gesund schrumpfen sondern sich auch noch Gedanken machen, wie man bessere, wettbewerbsfähige, umweltfreundlichere und zukunftsorientierte Modelle produzieren kann.

Aus die Maus für den Monstertruck Hummer, der noch nicht mal als Hybrid diese Zahlen liefern kann.

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Interviewleiden

Jeder Journalist erlebt Interviews, die man eigentlich ganz schnell wieder beenden möchte. Und das liegt oftmals an Gesprächspartnern, die einem ganz deutlich zu verstehen geben, dass sie einen oder die Situation  nicht mögen. Gerade sogenannte Stars oder Prominente lassen einen auflaufen und verhalten sich manchmal im Interview wie die totalen Pappnasen. Anders kann man es gar nicht beschreiben.

Ein Kollege erzählte mir einmal von einem Interview mit Arnold Schwarzenegger. Der bestand darauf, dass im winterlichen Hamburg das Hotelfenster offen zu sein habe. Die Antworten fielen dann auch eher unterkühlt und knapp aus. Ich durfte vor einigen Jahren einmal den damaligen Bundesverteidigungsminister Volker Rühe interviewen, der hier in Kalifornien weilte. Natürlich ging es in dem Interview auch ein bisschen um die Situation der CDU, die damals in den Umfragewerten im Keller lag. Auf die Frage, wie die CDU denn noch vor den Wahlen aus dem Tief kommen wolle, blickte mich Rühe an und meinte dann; „Sie haben wohl zu viel kalifornischen Wein getrunken. Die CDU ist eine starke Partei.“ Ich hätte ihm ja zu gerne ein paar Monate später nach der Abwahl von Kanzler Kohl diesen Soundclip zugeschickt, aber man soll ja nicht nachtreten.

Aber das seit langem beste Interview mit einem gelangweilten Star hat wohl der Moderator des kanadischen CBC Radios geführt. Als Gast hatte er Schauspieler und Musiker Billy Bob Thornton:

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Oakland trauert

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Tausende Polizisten kamen aus dem ganzen Land nach Oakland, um an diesem Freitag den vier getöteten Kollegen das letzte Geleit zu geben. An den Strassen zur Oakland Arena standen die Menschen und salutierten den vorbeifahrenden Auto- und Motorradcorsos. Präsident Barack Obama schickte ein Beileidsschreiben aus dem Weissen Haus, anwesend waren Arnold Schwarzenegger, die beiden kalifornischen US-Senatorinnen, etliche Abgeordnete, die Bürgermeister vieler Bay Area Gemeinden.

Oakland trauert an diesem Tag.

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